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(c) Pester Lloyd / 27 - 2009
WIRTSCHAFT 01.07.2009 _______________________________________________________
Ungarn als CEE-Logistikcenter
Zum x-ten Male stellt die Regierung einen Aktionsplan zum Ausbau Ungarns zum
"führenden Logistik-Hub in Mittelosteuropa" vor. Schon seit der Wende erscheinen solche Pläne regelmäßig auf der Agenda und werden mit diversen Zahlen unterlegt.
Die nun vorgelegte Projektstudie sieht vor, Ungarn bis 2013 zu "dem" Logistikzentrum der Region zu erheben. 261 Mio EUR stehen dafür aus nationalen
und EU-Quellen förderseitig zur Verfügung. Man will bis 2013 den Anteil der Logistikleistungen am Bruttoinlandsprodukt von derzeit 5 auf dann 6-6,5%
angehoben und damit den Anschluss an den EU-Schnitt geschafft haben.
Nach Angaben von Zoltán Mester, Staatssekretär für "nationale Entwicklung" im
Wirtschaftsministerium sieht vor allem im Transitverkehr und Umschlagmanagement Richtung Westbalkan gute Zukunftschancen für sein Land, sowohl was Transporte
über Straße und Schiene angeht, vor allem aber auch die Donau spielt hier eine zentrale Rolle. Als für die Entwicklung besonders wichtig, wird die Entwicklung von
Logistikdienstleistungen in Ostungarn angesehen, einmal als Motor für die strukturschwache Region und Anreiz für Industrieansiedlungen, aber auch als "Tor
nach Russland" (freilich mit der Ukraine als Pförtner). 30.000 Unternehmen arbeiten, laut Mester, in Ungarn in der Logistikbranche, 99% davon sind Klein- und
Kleinstunternehmen. Sie beschäftigen insgesamt 160.000 Menschen.
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