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(c) Pester Lloyd / 28 - 2009
WIRTSCHAFT 09.07.2009 _______________________________________________________
Slowakei: BIP mit Rekordminus im 1.Q.
Das Bruttoinlandsprodukt der Slowakei legte im erste Quartal die größte
Bruchlandung unter allen EU-Staaten hin. Von Januar bis März sank die Gesamtwirtschaftsleistung des Landes um 11,4% gegenüber dem ersten
Vorjahresquartal. Das meldet das europäische Statistikamt Eurostat. Den größten Einfluss auf dieses Desaster hat die extreme Exportabhängigkeit der Wirtschaft. Die
Slowakei ist fast zur Gänze eine der verlängerten Werkbanken des Westens geworden, Schwerpunkt hier ist die besonders gebeutelte Automobilindustrie samt
Nebengewerken. Vor allem der Wirtschaftseinbruch in Deutschland schlug hart auf die Slowakei durch.
Neben der wegsackenden Nachfrage in der Großindustrie traf auch die Gaskrise im
Januar, wodurch viele Großbetriebe zur Drosselung und Einstellung ihrer Produktion genötigt wurden. Für das Gesamtjahr rechnet man nun mit einem BIP-Rückgang von
um die 5-6%, was wieder im regionalen Rahmen wäre, denn in Ungarn rechnet man schon relativ fix mit -5,6%. Alle Hoffnung ruht nun auf eine Erholung der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2010.
Die Industrieproduktion musste sich mit einem Minus von fast 27% im Mai (zum Mai
2008) abfinden, die stärksten Einbrüche: -45,9% in der Elektroindustrie, -44,1% chemische Industrie, Fahrzeugbau -42,7%, Maschinen und Anlagen -40,3%. Einzig die
Produktion von Computern und Produkten der optischen Industrie konnte sich klar steigern, dank Kapazitätsverlagerungen aus anderen Ländern.
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