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(c) Pester Lloyd / 27 - 2009
WIRTSCHAFT 06.07.2009 _______________________________________________________
Lindab schließt Werk in Nyíregyháza
Dass es der Bauindustrie in Krisenzeiten besonders schlecht geht, ist - trotz diverser
regierungsseitiger Infrastrukturprogramme - weder ein Geheimnis, noch zu verhindern. Nun schließt der große schwedische Baustoff und -modulekonzern Lindab
sein Werk, ausgerechnet im ohnehin schon strukturschwachen Osten Ungarns, in Nyíregyháza.
Erschlagen von der Krise: ungarische Mitarbeiterin von Lindab, Foto: Lindab Group
Das Unternehmen sagt, es kann nicht anders, die Umsätze sind im ersten Halbjahr
um 50% eingebrochen. "Die Marktbedingungen werden in der absehbaren Zukunft auch so hart bleiben. Zum Abbau von Kapazitäten und der Kostenreduzierung" habe
es keine Alternative gegeben, teilt das Unternehmen mit. Damit ist Ende Juli Schluss in Nyíregyháza und für 110 Mitarbeiter.
Das dortige Service- und Verkaufszentrum, auch jenes in Biatorbágy sollen jedoch
erhalten bleiben. Die Schließung könnte die Schweden zwar zunächst rund 2,6 Mio EUR kosten, doch dann werde man jährlich bis zu drei Mio. EUR einsparen, heißt es.
Den ungarischen Bedarf soll zukünftig das Werk in Tschechien mit abdecken, auch
für den kommenden erhofften Aufschwung würden die dortigen Kapazitäten ausreichen. In Russland, einem der Zukunftsmärkte, wird allerdings für ein neues
Werk geplant. Lindab beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiter in 30 Ländern, der Umsatz 2008 lag bei rund 900 Mio EUR, ging aber 2009 bisher um 17% weltweit zurück.
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