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(c) Pester Lloyd / 30 - 2009
WIRTSCHAFT 23.07.2009 _______________________________________________________
Steuereinnahmen gesunken
Minister streicht Boni für Zoll und APEH in Ungarn
Der sonst übliche Bonus Mitte des Jahres für die Angestellten des ungarischen Finanzamtes APEH sowie die Zollbehörde VPOP soll in diesem Jahr entfallen. Das entschied das Finanzministerium angesichts der
Budgetlage und begründete, dass auch die Verwaltungsangestellten ihren Teil zum allgemeinen Sparprogramm leisten sollten.
Normalerweise erhalten die Mitarbeiter von
Finanzamt und Zollbehörde diesen Bonus wie eine Art Urlaubsgeld, wenn sie die Halbjahresziele ihrer Ämter umsatzmäßig erreichen. Viele rechneten fest mit diesem
Geld, die kurzfristige Entscheidung verägert die ohnehin schon meist übel gelaunten Beamten noch mehr. Der Minister lobte noch
die gute Tätigkeit der Finanzbeamten, die es dieses Jahr, wegen der Rezession ohnehin nicht leicht gehabt haben, die Gelder einzutreiben.
Für Mitarbeiter, die der Bonusausfall in finanzielle Bedrängnis bringen könnte,
solle durch Vorschüsse und kleinere Prämien Ausgleich geschaffen werden. Der Schritt des Ministers kann sich noch als schwerer Fehler herausstellen, beide
Behörden, vor allem aber der Zoll, gelten ohnehin schon als ziemlich korruptionsanfällig, vor allem auf unteren Ebenen, jenen also, mit denen der normale Bürger zwangsläufig den meisten Kontakt hat.
Wie nicht anders zu erwarten, sind die Einnahmen der APEH, Ungarns Finanzamt
im ersten Halbjahr gesunken, allerdings "nur" um rund 3,7% auf 4,113 Billionen Forint, ca 15,2 Mrd. EUR. Nicht inkludiert dabei sind die 180 Mrd. HUF, die das
Finanzamt für die private Rentenversicherung eingesammelt hat. Die Einnahmen aus Lohn- und Mehrwertsteuer sind dabei am stärksten zurückgegangen. Man sei
aber zufrieden, die Prognosen ungefähr erfüllt zu haben.
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(c) Pester Lloyd
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