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(c) Pester Lloyd / 30 - 2009
WIRTSCHAFT 23.07.2009 _______________________________________________________
Unabhängig von Weltmarkt und Multis
In Ungarn entsteht ein modernes Werk für Holzpellets
Für die Investitionssumme von rund 860 Mio Forint, also rund 3 Mio EUR, ist ein Werk zur Herstellung von Holzpellets in Tiszaújváros, unweit von Miskolc
geplant. Rund die Hälfte der Summe kommt als Zuschuss aus einem Fonds der Europäischen Union. Firmenchef József Kovács lobt die grünen
Qualitäten des Produktes, betont aber auch den Preisvorteil gegenüber Erdgas, der in Ungarn derzeit 40% ausmache.
Das neue Werk in Ungarn gehört der EKO
Fire Kft und hat eine Kapazität von rund 4 Tonnen pro Stunde. Kovács rechnete vor, dass, wenn das städtische Sportzentrum auf Pelletsheizung umsteigen würde, es pro Jahr rund 7 Mio
(ca. 22.000 EUR) der 20 Mio HUF jährlichen Heizkosten einsparen könnte. Außerdem entstehen in dem neuen Werk knapp 20 neue Arbeitsplätze.
Holzpellets dienen zum Heizen und
erfreuen sich in letzter Zeit immer größerer Beliebtheit. Ihre Herstellung ist relativ simpel, die Pellets können aus allen möglichen Resten der Holz- und Papierindustrie, hauptsächlich aus
Sägespänen, hergestellt werden. Ihre Verbrennung hat eine hohe Energieeffizienz und geringere CO2-Ausstösse als herkömmliche Holzheizungen. Im Idealfall
erzeugen sie bei der Verbrennung gerade so viel Kohlendioxid wie die Pflanzen, aus denen sie bestehen, vorher absorbiert haben. Dazu ist es allerdings wichtig,
die Pellets dezentral, also kundennah und mit modernen Technologien zu produzieren, um den Energie- und Transportaufwand gering zu halten.
Einen wahren Pellets-Boom erlebten Länder wie Österreich oder Süddeutschland,
aber auch die USA ab 2005, bedingt durch den hohen Anstieg der Rohölpreise. Auch heute gilt die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und damit einem
dubiosen Weltmarktpreis, vielen als Hauptargument für die Anschaffung einer Pelletsheizung.
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