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(c) Pester Lloyd / 35 - 2009  WIRTSCHAFT 24.08.09
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Große Einbußen beim Realeinkommen in Ungarn

Die Entwicklung der Einkommen von abhängig Beschäftigten in Ungarn ist weiter negativ. Die Zahlen, die das Statstische Zentralamt, KSH, am Freitag veröffentlichte, sind noch unter den Erwartungen von Experten. Sie zeigen, dass sich zwar die Staatsfinanzen und die Banken selbst, aufgrund der Politik der letzten Monate und der Hilfen von IWF und EU, halbwegs erholt und stabilisiert haben, die Kleinunternehmen und Arbeitnehmer aber nun erst richtig unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu leiden beginnen.

In den letzten zwölf Monaten (Juni-Juni) stiegen die Bruttogehälter in Ungarn im Schnitt nur noch um 1,1 Prozent, im Mai noch um 2,9%. Die Nettoeinkommen "kletterten" um 0,9% (zuvor 2,1%). Was zählt, das Realeinkommen, sank jedoch schneller als befürchtet. Innerhalb eines Jahres hatten Ungarns Arbeitnehmer im Durchschnitt 2,7% Geld zur Verfügung, im Mai waren es -1,8%. Der eigentliche Hammer wird aber mit den Julizahlen erwartet, dann schlägt nämlich die Mehrwertsteuererhöhung um 5 Prozentpunkte im Regelsatz als Inflationstreiber erst richtig zu.

Eine Jahresinflation von 5% vorausgesetzt, könnten die Einkommenseinbußen Ende 2009 bei 4-6% liegen. Zudem entwickelt sich eine Spirale aus, für den Herbst erwarteten, weiteren Entlassungswellen und sinkendem Konsum. Mindestens 50.000 weitere Arbeitslose werden für die nächsten drei Monate befürchtet. Mittlerweile gehen Volkswirtschaftler davon aus, dass sich die Inlandsnachfrage 2009 um bis zu 9% verringern könnte.

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