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(c) Pester Lloyd / 40 - 2009
WIRTSCHAFT 01.10.2009 _______________________________________________________
Ungarische Bahn MÁV vor der Pleite?
Ungarns Staatsbahn MÁV steht im Januar vor dem Bankrott. Das schließt eine der
Opposition nahe stehende Tageszeitung aus einem ihr vorliegenden Bericht des Verkehrsministeriums. Danach müsse das Unternehmen, dem ca. 80 Milliarden
Forint Budgetkürzungen 2010 bevorstehen, im kommenden Jahr auch noch weitere 33 Milliarden an Schuldenzahlungen aufbringen. Dieses Jahr, so die
Zeitung, hat die MÁV überhaupt nur wegen der Erlöse aus dem Verkauf der Cargo Sparte an Rail Cargo Austria überlebt, die zu großen Teilen direkt ins
Tagesgeschäft geflossen seien. Die Bahnen sind 2010 gezwungen, weitere 88 Millionen Schulden aufzunehmen. Gleichzeitig meldet der private TV-Sender TV2,
dass der ehemalige stellvertretende Vorstandschef der Bahn, Kugler, 2006 eine Abfindungszahlung von 67 Mio HUF (ca. 250.000 EUR) erhalten haben soll,
eineinhalb Jahre später aber als Berater wieder für die Bahn tätig war, ausgestattet mit einem Beratungsvertrag über 13 Mio HUF. Die Bahn dementiert,
der Betroffene schweigt. Dass die Bahn in Nöten ist, ist durchaus nichts neues, die Hiobsbotschaften sind zum Teil auch eine Kampagne der
oppositionsfreundlichen Medienhälfte, ungeachtet der unterbliebenen Sanierung durch die jetzige und sämtliche vorigen Regierungen.
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