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(c) Pester Lloyd / 41 - 2009
WIRTSCHAFT 08.10.2009
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Ungarische Bankenvereinigung stärkt Vorstand und geht auf Konfrontation mit Zentralbank
Die ungarische Bankenvereinigung hat einen neuen Chef. Tamás Erdei, Chef der
Ungarischen Außenhandelsbank, MKB, ersetzt den Mitte September zurückgetretenen Péter Felcsuti von der Raiffeisen Ungarn. Sein Rücktritt steht
in direktem Zusammenhang mit dem lange umkämpften Ethikcode für Banken zu den Bedingungen der Kreditvergabe und dem Umgang mit Schuldnern.
Neu im Direktionsgremium der Lobbyorganisation sitzen auch Sándor Csányi, Chef
von Ungarns größter Bank OTP sowie Edit Papp, Vostandschefin der Erste Bank Ungarn. Deren erster Kampf dürfte gleich der Nationalbank gelten, die hatte vor
einigen Tagen eine Quotenregelung und Ratenobergrenzen für Fremdwährungskredite per Gesetz gefordert, um das finanzielle Risiko für
Familien wie Staat zu verringern. Banken verdienen aber prächtigst an Krediten, vor allem auch in Fremdwährung und je komplizierter die Bedingungen, umso besser für die Bank.
Der Einzug von Csányi und Papp in den Vorstand gelten als klares Signal, dass die
Banken ihre Interessensvertretung gegenüber dem Staat verstärken wollten. Der Neue, Erdei, tat auch gleich seine Pflicht, in dem er verkündete, dass eine
Limitierung von Fremdwährungskrediten die Rezession in Ungarn vertiefen würde, was jeder Logik entbehrt, aber wohl den Interessen der Banken dient.
Die Blase drückt
Die ungarische Nationalbank will Banken wegen Fremdwährungskrediten an die Leine nehmen
Schöne neue Bankenwelt...
Die Banken in Ungarn definieren selbst, was sie für ethisch halten
Gastkommentar Füchse geloben Besserung
Quarkriegel statt Goldbarren
Ein ungarischer Bankchef rüstet auf Lebensmittel um
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