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(c) Pester Lloyd / 42 - 2009
KULTUR 12.10.2009 _______________________________________________________
Burghauptmanns Lustschloss
Das Schloss L'Huillier-Coburg unweit von Miskolc wird endlich renoviert
Das Schloss-Palais L'Huillier-Coburg, gelegen in Edelény, etwa 30 km nördlich von Miskolc, gilt als einer der größten Bauten des Spätbarock in Ungarn und
einer der am längsten vernachlässigten. Das von Baumeister Carlone zwischen 1727 und 1730 errichte Ensemble nahm Anlehnung an den frühen
Barock, aber auch das französische Rokkoko und vereint somit Pracht und leichte Eleganz wie selten.
Der Bau geht auf den kaiserlichen Burghauptmann von Eger und Militär Ferenc
L’Huillier zurück, was u.a. die Frage aufwirft, wie der zu so unermesslichem Reichtum gelangte und erlebte wechselnde Besitzer, u.a. derer von Forgách,
Dessewffy, Coburg. Nun wird das im Nordwesten Ungarns versteckte Schloss in einer Kraftaktion aus Stadt, lokaler Tourismusagentur und der nationalen Vermögensverwaltung samt Denkmalsamt renoviert.
Noch in diesem Winter kümmert man sich um die Arbeiten im Inneren des
Komplexes, inkl. elektrischer Installationen, Klima und Heizung, Fußböden, Wänden, Decken. Im Frühjahr sind dann Fassade und Dach an der Reihe.
Zusätzlich sollen, in dezentem Abstand Parkplätze und Besuchercenter entstehen. 2,2 Milliarden Forint, rund 8 Mio EUR, sind für die Hauptarbeiten veranschlagt,
was als übertrieben optimistische Schätzung gelten darf.
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Das Prachtensemble umfasst 106 Räume und 365 Fenster, die Grundfläche
beträgt etwa 8.000 Quadratmeter. Als besondere Schätze im Innern werden die Stukkaturarbeiten wie Ornamentierungen aus der Entstehungszeit im Festsaal
sowie die Wandmalereien, Arbeiten eines Franz Lieb aus dem Ort, angesehen. Mythologische Themen vermischen sich mit romantischen Liebesszenen, Männer
im Gespräch, tanzende Frauen, geben allem die Aura eines Lustschlosses. Ein 50 ha Park umgeben das Schloss, auch dieser soll nach und nach in Stand gesetzt,
das Schloss zu einem Zentrum des Kulturtourismus der Region werden.
In Kooperation mit kultura.hu
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(c) Pester Lloyd
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