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(c) Pester Lloyd / 42 - 2009  WIRTSCHAFT 12.10.2009
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Ungarischer Staat konkurriert mit Banken um Kommunen

Ungarns Banken werden es ab nächstem Jahr mit einem neuen Mitbewerber zu tun bekommen. Eine neue Regulierung macht es möglich, dass die rund 3.000 Lokalverwaltungen des Landes ihre Guthaben nicht mehr bei einer der Privatbanken parken müssen, sondern direkt ein Konto bei der staatlichen Vermögensverwaltung einrichten könnten. Diese würde sich dann in direkte Konkurrenz zur privaten Finanzwirtschaft stellen und könnte deutlich bessere Konditionen bieten, fürchten die Banken. Das hätte enormen Einfluss auf den ungarischen Finanzmarkt. Die Transaktionsgebühren bei der Staatsbank betragen demnach nur 0,05%, während die kommerziellen Banken bisher rund 0,1 bis 0,2% einbehalten, was bei etlichen Milliarden, die jährlich fließen, enorme Geldbeträge ausmacht. Der Staat stellte gleich klar, dass das Angebot nur für längerfristige Guthaben bestehen wird, Gehaltskonten und kurzfristige Einlagen würden weiter von den normalen Banken abgewickelt, weshalb kein Umsturz des Finanzsystems in Ungarn zu befürchten sei.

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