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(c) Pester Lloyd / 42 - 2009
GESELLSCHAFT 12.10.2009
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Erschreckend, grausam, humorvoll
Die vielen Seiten des Fotojournalismus auf der World Press Photo Ausstellung in Budapest
Die besten Bilder aus dem Jahr 2009 zeigt die „World Press Photo“-Ausstellung. Ein junges Mädchen steht lange vor einem Foto in der
Galerie Fogadó. Sie scheint das Unrecht, welches das Bild wiedergibt, nicht zu verstehen: Eine Frau mit Baby wird von einer Reihe Polizisten mit Schutzschildern vertrieben.
Zweiter Platz: Luiz Vasconcelos, Brasilien, für A Crítica/Zuma Press
Die Wanderausstellung „World Press Photo 09“ zeigt Fotos, die das Jahr 2009
rekapitulieren. Bis zum 25. Oktober ist die Ausstellung in Budapest zu sehen. Die ausgestellten Fotos sind die Prämierten aus dem gleichnamigen Wettbewerb für
professionelle Fotografen; aus 96268 Fotos hat die Jury der Non-Profit Organisation „World Press Photo“ die Besten in verschiedenen Kategorien wie
zum Beispiel Sport, Natur und Zeitgeschehen ausgesucht. Diese Auszeichnung sei einer der höchsten für professionelle Foto-Journalisten, erläutert Tamász Révész, Organisator der Ausstellung in Budapest.
Laut Révész, selbst Fotojournalist und ehemaliges Jurymitglied der „World Press
Photo“, sei das Ziel der Ausstellung Zeitgeschehen zu dokumentieren und den Informationsfluss zu fördern. Dies sei in vielen Ländern der Welt nicht gegeben.
Die Nähe der Abbildungen, die mitunter nüchterne Brutalität, die beinahe aus den Bildern schreit, zwingen den Betrachter zum Nachdenken, über das Leben in
anderen Teilen der Welt, aber auch über die Rolle des Fotografen.
Das Foto des Jahres 2009 von Anthony Suau portraitiert einen amerikanischen
Polizisten, der eine Wohnung stürmt. Auf den ersten Blick ruft es Assoziationen mit Verbrechen und Kriminalfällen hervor. Doch der Polizist stürmt die Wohnung
von Amerikanern, deren Verbrechen es ist, ihre Mieten nicht mehr zahlen zu können. Ein Abbild der Finanzkrise, die den amerikanischen Traum hat zerplatzen
lassen. Auch für Nicht-Fotointeressierte ist diese Ausstellung definitiv einen Besuch wert, da sie Einblick in den Fotojournalismus gibt und die Geschehnisse
der Welt dokumentiert. In witzigen, erschreckenden, grausamen und ästhetisch wunderschönen Bildern.
Fiona Weber-Steinhaus
Fotoausstellung World Press Photo 2009 Millenáris-Fogadó Galéria
1024 Budapest, Kisrókus utca 16-20 Öffnungszeiten: 10-20 Uhr Bis zum 25. Oktober geöffnet Web: www.worldpressphotohu.info
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(c) Pester Lloyd
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