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(c) Pester Lloyd / 45 - 2009
OSTEUROPA 02.11.2009 _______________________________________________________
Bulgarien schließt bis zu 80 Krankenhäuser
Eine Flurbereinigung und Ausdünnung steht dem bulgarischen Gesundheitswesen
bevor. Im Zusammenhang mit dem Haushaltsentwurf für 2010 präsentierte der Gesundheitsminister Bozhidar Nanev eine Liste von bis zu achtzig Einrichtungen,
überwiegend Krankenhäusern, denen die komplette Schließung oder die "Degradierung" zu nachgeordneten Einrichtungen wie Reha-Zentren etc.
bevorsteht. Seit der Wende siechen viele ländliche Hospitäler und Kliniken vor sich hin, die Krise gab einigen schon jetzt den Rest. Die Kliniken in Tran, Kula and
Radomir sind bereits bankrott, einerseits weil das Budget des Staates nie ausreichte, andererseits auch wegen struktureller Mängel und Korruption.
Immerhin neun der zu schließenden Einrichtungen sollen mit Hilfe des Nationalen
Gesundheitsversicherungsfonds in Reha-Kliniken umgewandelt werden. Das Gesundheitsbudget wird im nächstne Jahr reale Kürzungen von um die 10%
aushalten müssen, was ohne Schließungen nicht zu machen ist. Außerdem werden die Budgets für die Krankenhäuser in Vierteljahrespakete geteilt und auch so
abgerechnet, ein Aufsparen oder zu frühres Ausgeben soll damit verhindert werden. Ausgestockt wird hingegen die Notfallmedizin. Die Standorte dafür
werden modernisiert und erhalten 10% mehr Mitarbeiter. Dennoch, so Kritiker, wird die Gewährleistung der medizinischen Versorgung an ihre Grenzen stossen.
Zum Thema:
Einigung: 38 Mrd. mehr für Krankenhäuser in Ungarn
Grüne Fahnen und Hungerstreik
Eskalation im ungarischen Gesundheitswesen
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