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(c) Pester Lloyd / 45 - 2009
WIRTSCHAFT 04.11.2009 _______________________________________________________
Serbien privatisiert weiter
Der Flughafen Belgrad, die Telekom Srbija und vieles mehr kommt 2010 unter den Hammer
Das serbische Amt für Privatisierungen kündigte heute eine Reihe von Verkäufen staats- und kommunaleigener Unternehmen für das Jahr 2010 an.
Während viele mittelosteuropäische Länder aufgrund der ungünstigen Bedingungen durch die Wirtschaftskrise solche Projekte häufig auf Eis gelegt haben, schreitet Serbien zur Tat.
Die Verkäufe folgen auch Aufforderungen der EU, die eine Diversifizierung auf
bestimmten Märkten als Voraussetzung für die Erfüllung der Kriterien des EU-Binnenmarktes und den damit einhergehenden wettbewerbsrechtlichen Normen ansieht.
Drei Schwergewichte stehen dabei im
nächsten Jahr ganz oben auf der Liste. die Telekom Srbija, der Airport von Belgrad (Foto) sowie der Chemieriese Galenika. Der Chef der Privatisierungsagentur in Belgrad meint, dass die Bedingungen der
Weltwirtschaft nun schon wieder besser seien, um diese Unternehmen auf den Markt zu bringen. Während jedoch für den Flughafen, auch wegen seiner
strategisch günstigen Lage eine Reihe von hochkarätigen Bietern erwartet werden, könnte das Angebot der nationalen Fluglinie JAT in ihrem derzeitigen
Zustand und aufgrund der Krise des zivilen Luftverkehrs zum Fiasko werden, auch wenn man das in Belgrad noch anders sieht.
Ebenfalls zum Verkauf stehen diverse Kommunalbetriebe, darunter lokale Strom-
und Wasserversorger. Auch Sportclubs werden derzeit für die Privatisierung vorbereitet, genauso wie das Hotel Slavija und weitere Gebäude in zentralen
Lagen Belgrads. Die Liegenschaften der Handelsgesellschaft Inex werden bereits am 13. November zur Auktion gebracht, zum Ausrufpres von 10 Mio EUR.
Alles in allem habe man bereits über 2.000 Einzelgesellschaften und -objekte
verkauft und damit 2,3 Milliarden EUR eingenommen, zusätzlich vertraglich Investitionen über 1,5 Mrd. EUR durch die neuen Eigentümer vereinbart und die
Interessen der Arbeitnehmer durch Sozialprogramme über 280 Mio. EUR abgesichert.
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(c) Pester Lloyd
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