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(c) Pester Lloyd / 46 - 2009
OSTEUROPA 13.11.2009
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Slowakei: Realeinkommen wie 1989
20 Jahre umsonst geschuftet? - Der Lebensstandard in der Slowakei nähert sich dem
Durchschnitt der EU schneller an als in anderen Ländern der Region. Das Realeinkommen ist aber geringer als vor der Wende. In den letzten 12 Jahren hat man
beim BIP pro Kopf um 20 Prozentpunkte verbessern können, Ungarn und Polen legten nur um 10 und die Tschechien um etwas mehr als 7 Prozentpunkte zu. Das hat eine
Analyse der Poštová banka (Postbank) ergeben. Tschechien erreicht beim BIP mittlerweile schon 80 Prozent des EU-Durchschnitts, die Slowakei 72. Ungarn 63
Prozent. Polen ist mit 57% Schlusslicht der "Visegrád Vier". Dass sich die Slowakei diesen Stand fast ausschließlich durch eine gefährliche Abhängigkeit von bestimmten
Exportbranchen erkauft hat, verschwieg man. Eva Sadovská, der Leiter des Analyseteams wies auf einen weiteren interessanten Umstand hin. Die Menschen in
der Slowakei liegen beim Realeinkommen noch hinter dem Niveau von 1989 zurück. Das hat zwar auch einen technischen Grund, nämlich den, dass es im Sozialismus noch
kein vergleichbares direktes Abgaben- und Steuersstem gab, allerdings zeigt diese Zahl schon, wer in den letzten zwanzig Jahren am meisten von der Freiheit profitierte.
"Wir erwarten, dass die Slowaken dieses Niveau (von 1989) nicht vor dem Jahr 2010 wieder erreichen werden", ergänzte Sadovská, laut TASR.
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