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(c) Pester Lloyd / 47 - 2009  OSTEUROPA 18.11.2009
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"Wir wollen junge Serben zu Weihnachten sehen"

Visa-Befreiung für Serbien ist fix, Datum aber noch nicht ganz - Serbischer Präsident in Deutschland

Am Montag traf sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin mit dem Präsidenten von Serbien, Boris Tadić. Dabei versicherte Merkel dem Gast Deutschlands Unterstützung bei den Bemühungen des Landes um den Beitritt zur EU. Allerdings, benötige diese Entwicklung eine "logische Folge von Schritten", die jedes Land gehen müsse. Inzwischen hat EU-Kommissar Jaques Barrot, zuständig für "Recht, Freiheit und Sicherheit", grünes Licht für die Zustimmung seitens des Ministerrates zur Visafreiheit gegeben.

Am Montag traf sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin mit dem Präsidenten von Serbien, Boris Tadić. Dabei versicherte Merkel dem Gast Deutschlands Unterstützung bei den Bemühungen des Landes um den Beitritt zur EU. Allerdings, benötige diese Entwicklung eine "logische Folge von Schritten", die jedes Land gehen müsse. Deutschland setze sich auch dafür ein, dass das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen bald in Kraft treten könne, das als wichtiger Schritt auf dem Weg in die EU gilt und durch welches auch die von Serbien lang ersehnte Visabefreiung für Reisen in die EU ermöglicht wird. Deutschland sei dazu bereit, mit Ländern zu sprechen, die von der Reife Serbiens für solche Übereinkommen noch nicht so überzeugt sind. "Wir werden daran arbeiten. Natürlich sind noch eine Reihe von Hindernissen zu überwinden," sagte Angela Merkel ihrem Gast, den sie für seine "mutige Politik" lobte.

Boris Tadić nannte sein Land den Schlüssel für die Stabilität in der ganzen Region. "Serbien als das zentrale Land Südosteuropas, ohne das es keine Stabilität in der Region geben kann, übernimmt durch die Schritte zur europäischen Integration letztlich Verantwortung für sich selbst." In der Kosovo-Frage ist allerdings nach wie vor keine Einigkeit mit Deutschland zu erzielen. Serbien "wird das Kosovo niemals anerkennen", sagte Tadić unmissverständlich. Tadić machte in Berlin auch Werbung für mehr Investitionen in der serbischen Wirtschaft. Vor allem der Energiesektor und die Eisenbahn bräuchte große Investitionen. Ein Rahmenabkommen mit RWE wurde getroffen.

Inzwischen hat EU-Kommissar Jaques Barrot, zuständig für "Recht, Freiheit und Sicherheit" grünes Licht für die Zustimmung seitens des Ministerrates gegeben. "Serbien hat die Kriterien der Road Map für die Visafreiheit komplett erfüllt", sagte er vor Medienvertretern". Einer Zustimmung des Ministerrates am 1. Dezember stehe aus seiner Sicht nichts mehr im Wege. Allerdings konnte er die Frage nicht beantworten, ob die Visabefreiung schon am 19. Dezember, also noch vor Weihnachten, in Kraft treten könne. "Unser Wunsch ist es, junge Serben zu Weihnachten durch Europa reisen zu sehen", sagte Barrot, ob das aber schon gelinge, wusste er nicht.

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