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(c) Pester Lloyd / 49 - 2009
WIRTSCHAFT 30.11.2009
Durstiger Investor
Elf Brauereien in Osteuropa gehen an den Finanzinvestor CVC
Mit der Zustimmung seitens der Kartellwächter der EU-Kommission ist der Verkauf der ungarischen Borosdi Brauerei und zehn weiterer Brauhäuser in
ganz Osteuropa von der AB InBev an den Finanzinvestor CVC Capital nun offiziell. Der Investor zahlt demnach vorerst 2,23 Milliarden US-Dollar für die
Werke in Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Tschechien.
Gleichzeitig mit der Übernahme dieser Brauereien erwirbt der Investor auch
die Lizenzrechte für die Herstellung und den Vertrieb solcher Marken wie Stella Artois, Beck´s, Löwenbräu, Hoegarden, Leffe und Spaten in den osteuropäischen Märkten. Eine
Nachzahlung, abhängig vom Ertrag über bis zu 800 Mio USD wurde außerdem vereinbart. Die Brauereien sollen unter dem Cover StarBev
zusammengefasst werden und "regionale Marktführer" werden. Wenn das erreicht ist, verkaufen Finanzinvestoren üblicherweise solche Investitionen wieder.
Der Finanzinvestor CVC investiert überwiegend amerikanisches Kapital in Europa
und Asien und hat seinen Sitz in Luxemburg. In Osteuropa hat man noch keine Investition in dieser Größenrdnung vorzuweisen. Nach eigenen Angaben befinden
sich zur Zeit "52 Unternehmen mit rund 447.000 Mitarbeitern weltweit im Besitz von CVC-Fonds. Sie erwirtschaften einen Umsatz von insgesamt 88 Milliarden" Euro.
Das Portfolio reicht quer durch den industriellen Gemüsegarten, von Holzfaserplatten und Messtechnik in Deutschland, über Textilhandel in Spanien, bis
hin zu den weltweiten Formel 1-Rechten und Fernsehsendern in Australien.
Die belgische InBev-Gruppe, nun der weltgrößte Brauereikonzern, hatte
Anheuser-Busch in Amerika übernommen und will sich auf Westeuropa, Asien und Amerika konzentrieren. Zur Refinanzierung und Restrukturierung brauchte man dringend Geld.
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