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(c) Pester Lloyd / 50 - 2009  POLITIK 11.12.2009
 

Sláger Rádió vor dem US-Parlament

Die staatliche Behörde zur Vergabe von Rundfunklizenzen in Ungarn, ORTT, schreibt Mitte Januar die letzte noch freie Radiofrequenz für Budapest aus. Dabei geht es um die 92,9 MHz, die bis zum Frühjahr an einen Radiosender zur Bespielung vermietet werden soll. Gerüchteweise wird sich darum auch der Betreiber des Sláger Rádió, die amerikanische Firma Emmis, bewerben, der seine Stammfrequenz in einem mehr als umstrittenen Verfahren verloren hatte. Die kritisierte Vergabepraxis, die bereits zu diplomatischen Verwicklungen, Gerichtsverfahren und dem Rücktritt des Chefs der ORTT führte, war nun auch Thema im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Am Dienstag dieser Woche wurd dort mit 333 gegen 74 Stimmen eine "nicht bindende" Resolution verabschiedet, die Ungarn dazu auffordert, "die Gesetze zu achten". Die ungarische Botschaft wies diese Ermahnung als unangemessen zurück und erklärte, dass die ORTT eine "unabhängige Körperschaft" sei, auf deren Entscheidungen die Regierung keinen Einfluss nehmen dürfe. Der Vorwurf lautet jedoch eben darauf, dass die Vergabe der zwei Lizenzen durch die zwei großen Parteien Fidesz und MSZP abgekartet wurde.
 

 

 

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