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(c) Pester Lloyd / 51 - 2009  NACHRICHTEN 19.12.2009

 

Jobbik kürt Spitzenkandidaten für Wahlen in Ungarn

Der Chef der rechtsextremen Partei Jobbik, Gábor Vona, ist nun auch offiziell der "Ministerpräsidentenkandidat", sprich Spitzenkandidat seiner Partei für die Parlamentswahlen im Frühjahr. Die Europaabgeordnete Krisztina Morvai soll für den Posten des Staatspräsidenten nominiert werden. Das verkündete eine Sprecherin der Partei am Donnerstag.

Foto oben: Jobbik-Chef und “Garde”-Gründer Gábor Vona, Foto unten, EP-Abgeordnete Kriszitna Morvai in der mittlerweile verbotenen Uniform der “Ungarischen Garde”

Das "Minimalziel der Partei" liegt darin, bei den nächsten Wahlen stärker abzuschneiden als die Sozialisten von der MSZP, da diese "unfähig sind, ungarische Interessen wahrzunehmen". Die Sozialisten werden derzeit bei rund 18-22%, Jobbik bei 10-15% eingeschätzt. Jeder, der glaubt, die letzten 20 Jahre hätten Ungarn gut getan, könne für die derzeitigen Parlamentsparteien stimmen, jene aber, die anders denken und einen "radikalen Wechsel" wollen, sollten ihre Parlamentarier außerhalb des derzeitigen Parlamentes finden, erklärte Parteichef Vona. Es ginge darum, ob Ungarn "eine Nation für die Ungarn" bleibt oder ob es "von anderen" geführt wird.

Für Mitte Januar wurde ein Wahlprogramm angekündigt, dass "ausschließlich ein Kriterium enthält: die Vertretung der Interessen der ungarischen Menschen". Vor wenigen Tagen hatte die Partei eine juristische Niederlage erlitten, das Verbot des militanten Arms der Partei, “Ungarische Garde” wurde vom Obersten Gerichtshof für rechtskräftig erklärt.
 

 

 

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