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(c) Pester Lloyd / 51 - 2009  WIRTSCHAFT 16.12.2009

 

Lockruf in den "fernen Osten"

ITD Hungary wirbt für den Logistikhub Záhony an der Grenze zur Ukraine

Als Tor zwischen Asien und Europa bezeichnet es, vielleicht einen Hauch übertrieben, die ungarische Regierung. Das Projekt des Logistikzentrums in Záhony an der ukrainischen Grenze. Mit massiver EU-Unterstützung baut man in der verarmten Grenzregion einen Verkehrs- und Handelsknotenpunkt, in der Hoffnung, am wachsenden Handelsgeschäft mit der Ukraine und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion mitverdienen zu können.

37,5 Milliarden Forint, umgerechnet rund 137 Mio EUR werden dafür aus EU-Mitteln und aus dem Staatshaushalt investiert. "Im Ergebnis kann Záhony ein wichtiger Handels-Hub zwischen Ost und West werden. Dazu wird eine industrielle Logistikinfrastruktur aufgebaut, die beste Bedingungen für Investoren schafft." sagt dazu Sándor Kis Kálnoki, Sonderbeauftragter des Regierungschefs für dieses Projekt, bei einem Treffen, dass die Ungarische Investitionsagentur ITD Hungary für fünfzig Wirtschaftsattachés von in Budapest ansässigen Botschaften organisierte.

Umspurung eines russischen Waggons auf mitteleuropäische Spurbreite

Kálnoki verwies darauf, dass die Region schon über einen der größten Bahnumstellwerke von Breit- auf Normalspur in der Region verfügt. Außerdem werden Investoren in der Sonderförderungszone Steuernachlässe geboten. "Wir entwickeln das Bahnnetz weiter, bauen die Be- und Entladekapazitäten aus und errichten einen 160 ha großen Logistikpark.", ergänzte Timea Paszternák, Vizedirektorin von ITD. Für kleine und mittelständische Unternehmen werden spezielle Trainingsprogramme für zukünftige Mitarbeiter angeboten und finanziert.

Nicht unbedingt ein Traumreiseziel, aber mit wirtschaftlich
interessanten Aussichten: Záhony, hier der Bahnhofseingang

Zukünftig soll, nach dem Vorbild einer ungarisch-österreichischen Kooperation in und um Szentgotthárd, auch mit der ukrainischen Seite ein Kooperationsprogramm aufgelegt werden, so dass Investoren, Händler und Logistiker auf beiden Seiten der Grenze die gleichen Service-Standards erwarten können. Mit dem Projekt Záhony befindet sich Ungarn in idrekter Konkurrenz zu einem ähnlichen in der Slowakei.

Für Interessenten hat die ITD Hungary eine umfangreiche Präsentation zusammengestellt, die hier eingesehen werden kann (engl.): http://www.itdh.com/engine.aspx?page=zahony

-red

 

 

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