|
(c) Pester Lloyd / 53 - 2009 WIRTSCHAFT 29.12.2009
Ungarische Bauern verloren 2009 die Hälfte ihres Einkommens
Die ungarischen Bauern mussten 2009 eine Halbierung ihrer Profite hinnehmen. Im
Durchschnitt konnten, so Landwirtschaftsminister József Gráf, die Bauern 10% ihrer Jahresumsätze von 2.000 Milliarden Forint (ca. 7,4 Mrd. EUR) als Gewinn verbuchen.
Die Exporte werden, so bisherige Schätzungen des Ministeriums, mit 6 Milliarden EUR ungefähr den Stand von 2008 erreichen.
Diese Einschätzung ist nicht nur oberflächlich, sondern eigentlich zynisch,
wenn man bedenkt, dass tausende Milchbauern ihre Milchkühe schlachten lassen mussten, weil sie die Unterhaltskosten durch die ruinösen Milchpreise der großen Handelskonzerne nicht mehr tragen konnten.
Auch bedeutet der Gewinnrückgang nicht einfach ein Weniger an Profit, sondern letztlich einen Realeinkommensverlust von 50%. Minister Gráf erklärte weiterhin, dass
man ungefähr die Hälfte der von der EU bis 2013 für die Modernisierung der Landwirtschaft bereitgestellten Hilfsgelder von 1.300 Mrd. HUF (ca. 4,8 Mrd. EUR) bereits für entsprechende Projekte
ausgegeben hat. Rund 400 Mrd. Forint flossen in die Bestandsverbesserung, ca. 300 Mrd. in landwirtschaftliche Maschinen und Anlagen. In Ungarn gibt es immer wieder Ärger wegen verzögerter
Subventionszahlungen und / oder falschen Abrechnungen dafür.
KOMMENTAR IM GÄSTEBUCH ABGEBEN
|