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(c) Pester Lloyd / 53 - 2009
NACHRICHTEN 31.12.2009
Unbefristeter Streik bei Verkehrsbetrieben Budapest, BKV, ausgerufen
Die Gewerkschaften, welche die Arbeiter bei den Budapester Verkehrsbetrieben BKV
vertreten, erklärten heute einen unbefristeten Streik ab 12. Januar 2010. Am Mittwoch endeten Gespräche zwischen Vertretern der Arbeitgeber und der
Arbeitnehmer über einen Kollektivvertrag ergebnislos, daher sei Streik nun die einizig mögliche Antwort, erklärte der Sprecher des Streikkomittees, Gábor Nemes.
Die zerspiltterte Gewerkschaftslandschaft zeigt
sich im Fall der BKV recht einig, mittlerweile erklärten elf Teilgewerkschaften ihren Streikwillen. Sie repräsentieren zusammen fast Dreiviertel aller Beschäftigten bei den Budapester
Verkehrsbetrieben. Bereits im Dezember 2008 kam es zu einem längeren Streik, der kurz vor Weihnachten endete, nachdem die Regierung 40 Milliarden Forint (ca. 140 Mio EUR an Zuschüssen
gewährte. Diesmal ist die Lage jedoch anders. Regierung und Stadt hatten gerade weitere 23 Mrd. Nothilfen für die BKV beschlossen, doch es geht den Gewerkschaften
diesmal um mehr für die Arbeiter, nicht nur für den notleidenden und zu Grunde verwirtschafteten Betrieb. Die Positionen zwischen den Verhandlungspartnern sind weit
voneinander entfernt. Hinzu kommt eine große Enttäuschung und Misstrauen gegenüber dem Management, das sich im abgelaufenen Jahr durch etliche Abfindungs-
und illegale Lohnfortzahlungen diskreditiert hatte.
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