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(c) Pester Lloyd / 02 - 2010 WIRTSCHAFT 15.01.2010
Keine neuen Biobauern in Österreich?
Seit Dezember 2009 fördert Österreich keine Landwirte mehr, die auf eine
biologische Wirtschaftsweise umsteigen wollen. Das berichtet die Zeitung "Kurier" mit Bezug auf den zuständigen Referenten Johannes Fankhauser, beim Ministerium für Land- und Forstwirtschaft.
Eine Verlängerung der Einstiegsmöglichkeit
in die Förderung erhielt im Parlament im Herbst keine Mehrheit. "Da es für Bio-Bauern eine fünfjährige Mindestbindungszeit gibt, können keine Verträge eingegangen werden, die über
das Ende der Finanzperiode 2013 hinausgehen", erklärt Fankhauser. An die 18.100 Euro Zahlungen erhielt ein durchschnittlicher Bio-Betrieb jährlich – etwa als Ersatz für teurere
Bio-Futtermittel und Ackerbewirtschaftung ohne Dünger und Spritzmittel. Fördermittel gibt es jetzt nur noch weiterhin für jene Bio-Betriebe, die ihre Anbauflächen erweitern möchten.
Das Auslaufen des Agrarbudgets sei seit langem bekannt, kritisiert der Grüne
Wolfgang Pirklhuber. Er sieht die Schuld bei Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich, der es verabsäumt habe, mit Brüssel eine Regelung als Alternative zur
Fünf-Jahresverpflichtung auszuverhandeln. Eigentlich sollte der Anteil der Biofläche an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche bis 2010 auf 20 Prozent gesteigert
werden, derzeit sind es 13,4 Prozent. Sollten nun keine neuen Betriebe hinzu kommen, sieht Bio-Austria-Obmann Rudolf Vierbauch die Chancen als
Bio-Musterland vertan. "Es wäre ärgerlich, wenn wir zu wenig Waren hätten, um uns auch in ausländischen Märkten zu positionieren." sagte er dem "Kurier".
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