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(c) Pester Lloyd / 03 - 2010  WIRTSCHAFT 20.01.2010

 

Streit nach dem Streik

BKV: 26 Gewerkschaften in Budapest streiten sich um die Streikresultate

Der Streik ist vorbei, der Streit geht weiter. Die Arbeitnehmervertreter der rund 12.000 Angestellten der Öffentlichen Nahverkehrsbetriebe von Budapest, BKV, geben derzeit das Bild eines chaotischen Hühnerhaufens ab. Während die 14 Gewerkschaften, die sich am Streik beteiligt haben, die ausverhandelte Vereinbarung über einen neuen Tarifvertrag unterzeichnet haben, sperren sich nun ausgerechnet einige der 14 Gewerkschaften, die gar nicht an dem einwöchigen Ausstand teilgenommen hatten.

Eine der nichtstreikenden Gewerkschaften behauptet jetzt, sie hätten bessere Bedingungen ausgehandelt als die streikenden. Dabei geht es in erster Linie um einen Essensgutschein. Ausgemacht wurde zwischen Management und Streikkomittee, dass jeder Angestellte monatlich einen Gutschein über 6.000 Forint für Kantinenessen erhält. Andere Gewerkschafter behaupten nun, sie hätten sogar 7.000 bzw. 8.000 Forint ausgehandelt und wollen daher den Kollektivvertrag nicht unterschreiben. Auch Gábor Nemes, Chef des Streikkommittees kommen neue Zweifel. Er hat Angst, dass das Management die Mittel für die beschlossenen Maßnahmen an anderen Stellen einsparen könnte, da man die Ressourcen, woher Lohnerhöhung und Sozialmaßnahmen finanziert werden sollen, bis heute nicht offengelegt habe.

Beobachter orten hinter dem ganzen gewerkschaftsinternen Gezänk einen Hahnenkampf um die Lorbeeren des Streikergebnisses und die Vertretungshoheit der Gewerkschafter. Während die Streikenden sagen, man hätte ohne den Arbeitskampf nicht einmal das Lohnniveau des Vorjahres erreicht, behaupten einige andere Gewerkschaften, sie hätten sogar ohne Streik mehr herausgeholt als die Arbeitskämpfer.

Streik der BKV in Budapest beendet
Gewerkschaften setzen sich weitgehend durch
 

 

 

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