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(c) Pester Lloyd / 03 - 2010  OSTEUROPA 21.01.2010

 

Geförderte Nachbarschaft

Grenzüberschreitende Kooperationen Ungarn - Kroatien mit EU-Hilfe

Im Rahmen der von der EU geförderten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, konnte die Nationale Entwicklungsagentur von Ungarn nun die Genehmigung von 42 gemeinsamen Projekten mit Kroatien bekannt geben. Insgesamt stehen für die 42 regionalen Kooperationsprojekte 3,4 Miliarden Forint, ca. 12,3 Millionen EUR zur Verfügung.

Förderberechtigt aus diesem Topf sind Nichtregierungsorganisationen, Gemeinden und Lokalverwaltungen beiderseits der ungarisch-kroatischen Grenze, also die in den Komitaten Zala, Somogy und Baranya auf der ungarischen Seite, sowie den Distrikten Medimurska, Koprivnicko križevacka, Viroviticko podravska, Osjecko-baranjska, Varaždinska, Bjelovarsko-bilogorska, Požeško-slavonska und Vukovarsko-srijemska in Kroatien.

Ziel der zahlreichen Kleinprojekte, ist ein verstärktes nachbarschaftliches Zusammenleben. Menschen einer Region, durch die eine Staats- und Kulturgrenze verläuft, haben dennoch oft die gleichen alltäglichen Probleme und Interessen, was Infrastruktur, Umwelt, Arbeitsmarkt betrifft. Die EU will die Menschen durch solche Projektförderungen zusammen bringen, so dass Probleme vor Ort, also praxisnah gelöst werden können und eine Regionalentwicklungen nach natürlichen Bedürfnissen und nicht nur nach zentralistischen Planspielen stattfinden kann. Dass gerade zwischen Kroatien und Ungarn so viele Projekte laufen, hat auch damit zu tun, dass die ungarische Minderheit in Kroatien, zahlenmäßig klein und historisch unproblematisch ist und Kroatien zu dem das liebste Urlaubsziel der Ungarn, quasi ihr Meereszugang ist.

Eine Auswahl der jetzt zur Förderung zugelassenen Projekte: Kläranlagen an der Mur, Revitalisierungsmaßnahmen am Uferverlauf der Donau, Erstellung eines zweisprachigen Lexikons zum Umweltschutz und der Wasserwirtschaft, ein Flutfrühwarnsystem in Einbindung der Wasserstandsmessstationen beider Länder, wirtschaftliche Kooperationen zwischen Gemeinden und Städten, z.B. Kaposvár und Koprivnica, grenzüberschreitende Investorenwerbung in Baranya/Baranja, Experten-Kooperationen zur Entwicklung der regionalen Arbeitsmärkte, Erkundung geothermaler Potenziale im Drava-Becken, gemeinsam Entwicklung von Standards bei bei Agrarprodukten, grenzüberschreitende Kooperationen bei der Erhöhung der Energieeffizienz, eine Messe zu Bionahrungsmitteln, Kroatisch-Unterricht in Ungarn - Ungarisch-Unterricht in Kroatien, zweisprachiger Umweltunterricht, Entwicklung einer gemeinsamen Tourismusstrategie u.a. durch ein Festival und die Erstellung einer Datenbank über das kulturelle Erbe der Region.

Detaillierte Informationen gibt es in englischer Sprache unter: www.hu-hr-ipa.com
 

 

 

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