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(c) Pester Lloyd / 03 - 2010 WIRTSCHAFT 20.01.2010
Erdgas-Pipeline zwischen Ungarn und Kroatien ab 2011
Der ungarische Regierungschef hofft, dass bereits Mitte 2011 die neue Pipeline
zwischen Ungarn und Kroatien fertiggestellt und in Betrieb sein wird, die beide Ländernetze besser miteinander verbinden und sie so fit für mögliche Lieferausfälle
aus der Ukraine machen soll. Das sagte Premier Gordon Bajnai bei seinem Treffen mit seinem Amtskollegen Jadranka Kosor in Zagreb. Sein Land, so Bajnai, werde
ca. 100 Millionen EUR in das Projekt investieren, ein nicht geringer Teil davon komme aus Zuschüssen der EU. Die Verbindungsleitung soll, wenn notwendig und
erwünscht, jährlich 6 bis 6,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Ungarn nach Kroatien transportieren. Als Bedingung für diesen Deal stellte Bajnai jedoch auf,
dass bis dahin der Ausbau des Flüssiggashubs auf der Adriainsel Krk so weit fortgeschritten ist, dass die Gaslieferungen notfalls auch in die andere Richtung laufen könnten.
Bajnai widersprach außerdem Gerüchten in kroatischen Medien, wonach die MOL,
die 47% am kroatischen Pendant INA hält, eine Schließung der havarierten Raffinerie in Sisak in Betracht zieht. Solche Pläne gibt es nicht, sagte Bajnai. Auf
der Raffinerie Sisak brach am vorigen Samstag ein zerstörerisches Großfeuer aus, weil ein Abwassersystem nicht funktionierte.
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