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(c) Pester Lloyd / 04 - 2010  GESELLSCHAFT 27.01.2010

 

Gerade noch 10 Millionen

Zuwanderung rettet Ungarns Größe

Das Statistische Zentralamt in Budapest, KSH, gab dieser Woche die neuesten Daten über die Bevölkerungszahlen in Ungarn bekannt. Die Gesamtbevölkerung in Ungarn beträgt, nach Schätzung der Statistiker, derzeit 10.016.000 Personen und das nur Dank der Einwanderung, die 15% zunahm.

Das Statistische Zentralamt in Budapest, KSH, gab dieser Woche die neuesten Daten über die Bevölkerungszahlen in Ungarn bekannt. Danach wurden von Januar bis November 2009 88.568 Babys geboren, 2,5%, bzw. 2314 Kinder weniger als vor einem Jahr. Todesfälle wurden 118.326 registriert. Macht eine Differenz von 29.758. Pro tausend Einwohner gab es 9,7 Lebendgeburten und 12,9 Todesfälle. Die Gesamtbevölkerung in Ungarn beträgt, nach Schätzung der Statistiker, derzeit 10.016.000 Personen. Die Zahl der Hochzeiten sank, von einem ohnehin niedrigen Niveau, noch weiter. In den ersten elf Monaten 2009 gaben sich in Ungarn noch 34.974 Paare das Ja-Wort, 3.212, also 8,4% weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2008.

Während die natürliche Fluktuation zu einem Rückgang der Bevölkerung um fast 30.000 geführt hat, betrug sie, dank einer erhöhten Einwanderung tatsächlich nur rund 15.000 Personen. Offiziell wohnten mit Ende 2009 216.000 nichtungarische Bürger in Ungarn, ein Plus von immerhin 15% gegenüber dem Vorjahr. Zsuzsanna Végh, Chefin der Einwanderungsbehörde sagt jedoch, dass sich längst nicht alle Ausländer, die in Ungarn leben, registrieren lassen. Rund zwei Drittel der Ausländer in Ungarn stammen aus den Staaten der EU, die meisten von ihnen aus Deutschland, gefolgt von der Slowakei und Rumänien (wobei es sich hier vor allem um ethnische Ungarn handelt). Das Nicht-EU-Drittel wird von Einwanderern aus der Ukraine (Karpatoungarn), China (traditionell nach der Wende in Ungarn stark) und Serbien (Vojvodina) dominiert.

172 Menschen erhielten 2009 in Ungarn offiziell den Status von Asylanten, das sind lediglich 4% der Antragsteller. Die meisten davon stammen aus Somalia, Irak und Afghanistan. Afghanistan stellt auch die größte Gruppe der Flüchtlinge, zehnmal mehr kamen 2009 nach Ungarn, die Zahl der Asylsuchenden aus dem Kosovo stieg um 40% zum Vorjahr, aus Serbien um 64%. 2009 gab es um 29% mehr Abschiebungen als 2008.

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