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(c) Pester Lloyd / 04 - 2010
POLITIK 25.01.2010
Zugreise wird beliebter
Afghanistan vor Kosovo: Bericht der ungarischen Grenzpolizei
Afghanistan hat den Kosovo als das Land abgelöst, das 2009 die meiste illegalen Einwanderer über ungarische Grenzen stellte, zumindest was diejenigen
betrifft, die von den Grenzeinheiten verhaftet wurden. Das weist der Bericht des Chefs der Grenzpolizei des Komitats Györ-Moson-Sopron, Csaba Borsa, aus.
Danach gab es im vergangenen Jahr einige Verschiebungen in den Flüchtlings- und Schmuggelbewegungen in der Region.
Während Ukrainer und Moldawier, "die
illegal Arbeit vorzugsweise in Italien, Spanien oder Portugal" suchen, neuerdings ihre Route mehr über die Slowakei suchen, müsste sich Ungarn immer mehr mit Afghanen befassen. Es gäbe da, so
Borsa, einen "speziellen Einwanderungspfad" über Griechenland, über den "bis zu 200.000 von denen" Anstalten machten, nach Westeuropa auszuwandern.
Die Abschaffung der Visa für Serben im
Dezember habe bisher noch keine statistischen Auswirkungen gezeitigt, jedoch sehe man ein Ansteigen von Menschenschmuggel in Gruppen von fünf bis sechs Personen
von der rumänischen und serbischen Grenze in Richtung Wien, sagte der Offizier der Grenzeinheit.
Im letzten Jahr haben seine Männer illegale Einwanderer aus 52 verschiedenen
Ländern festgenommen, insgesamt 494 Personen, mehr als das Doppelte wie im Jahr zuvor. Rund 50 Menschenhändler konnte man verhaften. Diese nahmen von
Kosovaren 4.000 bis 5.000 EUR pro Person, Afghanen zalhten rund 10 bis 12.000 EUR. Während erstere meist als ganze Familie geschleppt würden, reisten Afghanen eher allein.
Außerdem habe man festgestellt, dass der Trend weg vom Versteck in Autos oder zu
Fuß über die grüne Grenze, hin zur Zugreise gehe. Die Grenzübergänge Hegyeshalom und Sopron seien nach wie vor die beliebtesten für den illegalen Grenzübertritt Richtung Westen.
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