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(c) Pester Lloyd / 04 - 2010
NACHRICHTEN 30.01.2010
84 Kältetote in Ungarn - Regierung verkündet Hilfsmaßnahmen
In Ungarn sind in diesem Winter bisher 84 Menschen erfroren. Das meldete die
Landespolizei am Donnerstag. Die meisten Opfer sind nicht auf der Straße gestorben, sondern in ihren ungeheizten Wohnungen. Während die Obdachlosenasyle mittlerweile auf
100-150% laufen, gibt es immer noch zahlreiche Menschen, die dennoch auf der Straße übernachten. Die Regierung hat nun Lokalverwaltungen und öffentliche Einrichtungen
angefragt bzw. angewiesen, Plätze zum sicheren und warmen Übernachten zu öffnen und wenigstens heißen Tee zu verteilen. So soll die ungarische Bahn MÁV ihre
Warteräume auch nachts offen halten, "Penner" werden dort regelmäßig vom Sicherheitsdienst entfernt. Auch sollen sich Obdachlose oder Arme kostenlos
Feuerholz in Wäldern sammeln dürfen. Das Sozialministerium hat 5 Millionen Forint (18.440.- EUR) zusätzlich bewilligt, um beheizte Räume anzumieten, die auch nachts
und am Wochenende offen bleiben. Das Verteidigungsministerium will "binnen Tagen" Zeltplanen und Kleidung bereitstellen. In diesem Jahr wurden die Staatszuschüsse für
Hilfsprojekte wiederum um knapp 20% gekürzt. Dazu unsere ausführliche Reportage hier.
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