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(c) Pester Lloyd / 04 - 2010 KULTUR 25.01.2010
Symposium und Wettbewerb zu Franz Liszt im September in Pécs
Im Vorfeld des Franz Liszt Doppeljubiläums im
Jahre 2011 (200. Geburtstag, 125. Todestag), veranstaltet die Kulturhauptstadt Pécs im September ein internationales Symposium, das dem Leben und Wirken des österreichisch-ungarischen Komponisten und
Virtuosen gewidmet sein wird. Die internationale Konferenz wird in der Woche vom 5. bis 12. September abgehalten werden. Mit der Organisation ist die Kunstfakultät der
Universität Pécs betraut in Kooperation mit der Agentur Hungarofest Klassz Music. Neben der Konferenz soll es auch entsprechende Konzerte, Meisterkurse sowie einen
Improvisationswettbewerb für verschiedene Altersklassen geben, mit Siegerpreisen von je 2.000 EUR und der Vermittlung von Auftritten
bei Festivals. Einen der Meisterkurse wird der bekannte Jazzpianist Károly Binder leiten, der holländische Kollege und Komponist Rob van Kreeveld sowie der
französische Organist und Komponist Thierry Escaich haben ihre Teilnahme ebenfalls zugesagt.
Wie Ungarisch war Liszt? -
Franz / Ferenc Liszt kokettierte gern auf internationalem Parkett mit seiner ungarischen Herkunft (stammt aus dem burgenländischen
Raiding, heute Österreich), wiewohl er eher als Österreicher bzw. Franzose lebte, Europäer war. Er äußerte sich immer wieder patriotisch, half dem Musikleben seiner
“Heimat” aber auch praktisch, war er doch Mitbegründer der Philharmonischen Gesellschaft, aus der später Opernorchester und Nationalphilharmonie hervorgingen.
Im Pester Lloyd veröffentlichte Liszt in den 60er Jahren eine heißumfehdete Artikelserie über die Frage, inwieweit es eine echte ungarische Volksmusik gibt.
Liszt vertrat die Ansicht, dass die ungarische Musik Teil der Zigeunerkultur ist bzw. aus ihr hervorging. Eine These die später musiktheoretisch von Bartók und Kodály widerlegt worden ist.
Foto: Franz Liszt auf einer Fotografie von 1886, kurz vor seinem Tode
Themenschwerpunkt Kulturhauptstadt Pécs 2010
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