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(c) Pester Lloyd / 04 - 2010 WIRTSCHAFT 26.01.2010
Malév steigert Passagierzahlen - fast um jeden Preis
Die russisch-ungarische Fluglinie Malév konnte im Jahre 2009 die Zahl ihrer
Passagiere um 6% auf 3,3 Millionen erhöhen. Das meldete das Unternehmen in einer Aussendung am Montag. Für das erste Quartal 2010 erwartet der Verkaufsdirektor
sogar einen zweistelligen prozentualen Zuwachs. Der Marktanteil für Charter- und Linienflüge in Ungarn liegt damit bei 43,5%. Malév erreichte diesen Zuwachs durch
einen harten Preiskampf mit Billigfluglinien, einen massiven Ausbau des Online-Ticketings, der Passagierzugewinn wurde auch durch den teilweisen Rückzug
einiger Anbieter begünstigt. Die Auslastung auf den Flügen von und nach Osteuropa und den Nahen Osten betrug ca. 66,5%.
Dass die Malév 2009 überhaupt überstanden hat, verdankt sie jedoch letztlich nur
einer teilweisen Wiederverstaatlichung. Der ungarische Staat wird Schulden und Bürgschaften in geschätzter Höhe von ca. 35 Mio EUR für einen temporären
Mehrheitsanteil übernehmen. Diese Finanzspritze war notwendig geworden, nach dem der Gewinner der Privatisierung von 2006, die AirBridge von Investor Boris
Abramowitsch, ihren Vertragsverpflichtungen nicht mehr nachkam. Dessen Anteile kontrolliert seit zwei Jahren die staatliche, russische Bank VEB, die auch die Aeroflot
im Portfolio hat. Auch sie wollte nicht allein das Risiko weiterer Finanzspritzen tragen und forderte die Unterstützung seitens Ungarn fast ultimativ ein. Auch für
2009 wird Malév ein negatives Ergebnis vorweisen.
Fliegen am seidenen Faden
Die Eigentümer machen der Malév mehr zu schaffen als die Wirtschaftskrise
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