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(c) Pester Lloyd / 04 - 2010  WIRTSCHAFT 25.01.2010

 

Ungarische Bahn wegen GSM-Tender bestraft

Das Aufsichtsamt für Öffentliche Ausschreibungen hat die ungarische Bahn, MÁV mit einer Strafe von 3 Mio Forint (ca. 11.000 EUR) belegt, weil sie einen Tender über die Implementierung von Mobilkommunikation zu Unrecht für ungültig erklärt hat. Es gab zwar laut der Kontrollbehörde nur ein einziges gültiges Gebot, dieses hätte aber, gemäß den Normen für die öffentliche Beschaffung berücksichtigt werden müsssen. Stattdessen zog die MÁV die Ausschreibung zurück und stellte eine Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt in Aussicht.

Bei dem Projekt geht es um die Beschaffung, Installation und den Betrieb eines GSM-Systems für die Bahn über zumindest sechs Jahre, das mit insgesamt rund 56,1 Milliarden Forint, ca. 20,6 Mio EUR, dotiert ist, der mit Abstand größte Teil der Kosten wird aus EU- und Staatshaushaltsquellen gespeist. Nach der ersten Runde bestanden Nokia Siemens sowie Kapsch - Nortel, doch in der zweiten Runde gab nur Nokia Siemens ein gültiges Gebot ab, das von der MÁV dann als ungültig bezeichnet wurde.

Die Aufsichtsbehörde verwarf die von der MÁV angeführten Gründe dafür. Einer bezog sich auf den Startzeitpunkt des Systems, der andere darauf, dass das System angeblich nicht in der Lage sei mindestens 200 Gespräche gleichzeitig aufzuzeichnen...

 

 

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