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(c) Pester Lloyd / 04 - 2010 KULTUR 29.01.2010
Konzerte der Klassikprinzen
Eine Konzertreihe der "Thronfolger" fördert junge ungarische Musiker
Am 1. Februar beginnt an der Budapester Akademie der Wissenschaften der zweite Teil der Konzertreihe „Trónörökösök a színen“ (was soviel wie
"Thronfolger auf der Szene" heißt). Das Ziel dieser Veranstaltungsreihe soll es sein, junge, durchaus schon sehr erfolgreiche, ungarische Musiktalente zu
fördern und dem ungarischen Publikum bekannt zu machen und zu erhalten.
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Es werden vier Musiker auftreten (Foto), die bereits international Anerkennung
erworben und verschiedene Musikwettbewerbe gewonnen haben, aber dennoch in Ungarn vielen Konzertfreunden nicht sehr bekannt sind. Das soll sich ändern. Mit
dabei: Kristóf Baráti. Er hat bereits ein Soloalbum mit Stücken von Bach aufgenommen. Wie István Várdai hat er letzten Dezember den "Junior Prima" Preis
geweonnen. Balázs Fülei macht seinen Doktor an der Musikakademie in Tel Aviv. Gábor Farkas hat letzten November bei dem 6. internationalen Liszt Ferenc
Klavierwettbewerb in Weimar gleich zwei Preise gewonnen: den Zuschauerpreis und den Albumpreis für seine Liszt-Platte.
Beim ersten Teil der Tour, die im November 2009 angefangen hatte, stellten sich die
Künstler als Solisten vor. In der diesjährigen zweiten Serie werden sie die Bühne in kleinen Gruppen als Kammermusiker betreten und bei den insgesamt drei Konzerten
Stücke aus den verschiedensten Epochen zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert spielen. Bei der am 1. Februar stattfindenden Veranstaltung werden István Vardai
Violoncello und Balázs Fülei Klavier in der Haupthalle der Akademie der Wissenschaften spielen. Sie werden von Brahms die Sonate in G-Dur vortragen. Am
2. März werden Kristóf Baráti mit Violine und Gábor Farkas am Klavier auftreten. Unter anderem wird Bartóks erste und zweite Violin-Klavier Rhapsodie in ihrem Programm erklingen.
Kristóf Baráti betonte, dass er sich dieses Jahr vorgenommen hat sein Repertoire zu
erweitern und er dadurch in Ungarn an mehr Konzerten teilnehmen kann. Aus diesem Grund würde er weniger Konzertangebote aus dem Ausland annehmen.
Gábor Farkas plant genau das Gegenteil dessen: nachdem er letztes Jahr zwei Auszeichnungen bei dem Musikwettbewerb gewonnen hat, haben sich seine Angebote
aus dem Ausland vervielfacht. Am 26. April werden Kristóf Baráti, István Várdai und Balázs Fülei eine größere Gruppe mit dem Klarinettenkünstler Kálmán Berkes bilden.
Sie werden eine schwierigsten, aber größten Schöpfungen des 20. Jahrhunderts vorführen, nämlich das "Quartett für das Ende der Zeit" des französischen Komponisten Olivier Messiaen.
Barbara Bauer
1. Februar, 2. März, 26. April, jeweils, 19.30 Uhr, Akademie der Wissenschaften, Roosevelt tér
Tickets: 2.500 Forint Weitere Informationen
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