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(c) Pester Lloyd / 05 - 2010  POLITIK  03.02.2010

 

Grundsätzliches vom ungarischen Regierungschef

Auch wenn der ungarische Ministerpräsident Gordon Bajnai nur noch knapp drei Monate im Amt sein wird, erläuterte er auf einer Konferenz am Montag die "Prioritäten der Regierung" für die kommenden Jahre. Seiner Ansicht nach geht es nicht darum, welcher politischen Richtung die nächsten Minister angehören, die drängendsten Probleme der Gesesellschaft seien so oder so die gleichen, diese geben die Agenda vor.

Dazu gehört laut Bajnai: Erhöhung der Beschäftigung, Verbesserung der Bildung, Bekämpfung des Extremismus`, Förderung der Integration der Roma und Zurückgewinnung der beschädigten Glaubwürdigkeit der Politik. Die Stabilisierung der demokratischen Institutionen des Landes müsse sichergestellt werden, ein demokratisch gelenkter Mentalitätswandel sollte herbeigeführt werden. Die bevorstehenden Wahlen bezeichnete er als eine Herausforderung für die Wähler, die erkennen müssten, "dass Politik nicht auf Lügen aufgebaut sein" kann.

Foto: Amt des Ministerpräsidenten

Es sei für eine kommende Regierung wichtiger, gute Entscheidungen zu treffen als eine "gute Figur" abzugeben. Er betonte weiterhin, dass die Justiz aus "dem politischen Kampfgeschehen" herausgehalten werden müsse, eine unbeeinflusste Tätigkeit von Gerichten und Ermittlern ist für "eine moderne Demokratie notwendig." Gordon Bajnai führt seit knapp einem Jahr eine von den Sozialisten arrangierte Minderheitsregierung, die zu einem Teil aus parteilosen Fachleuten besteht, Bajnai war zuvor bei der Wirtschaftsberatung Deloitte Ungarn tätig.
 

 

 

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