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(c) Pester Lloyd / 05 - 2010  POLITIK  02.02.2010

 

BKV-Affäre: Rückzug und Hausarrest in Budapest

Im Zusammenhang mit der BKV-Affäre ist der für die Aufsicht der Budapester Verkehrsbetriebe zuständige ehemalige stellvertretende Budapester Bürgermeister, Miklós Hagyó, nun auch zum Rücktritt von der Kandidatenliste seiner Partei aufgefordert worden. Ein mehrheitlicher Beschluss des Budapester MSZP-Vorstands dazu bestehe, sagte deren Chef Sándor Burány. Unabhängig von der individuellen Schuld Hagyós in dem Fall müsse er die politische Verantwortung übernehmen. Zur Disposition steht auch sein Mandat im Stadtparlament. Der Abgang solle noch in dieser Woche über die Bühne gehen. Hagyó spricht davon, ein reines Gewissen zu haben.

Fahrkartenkontrolle aller Orten, aber Selbstkontrolle fehlte jahrelang völlig

Der in der Vorwoche verhaftete ehemalige BKV-Manager Attila Antal ist aus der Untersuchungshaft entlassen und unter Hausarrest gestellt worden. Antal wird Betrug und Untreue während seiner Tätigkeit bei den Budapester Verkehrsbetrieben zwischen Januar 2007 und April 2008 vorgeworfen. Aufgrund seiner "umfassenden und kooperativen Aussage" wurde die U-Haft aufgehoben und in Hausarrest umgewandelt, teilte eine Sprecherin der Budapester Staatsanwaltschaft mit. Antal, der zuletzt Direktor der Regionalbuslinie Vertes Volán war, soll maßgeblich in die Skandale um illegale Lohnfortzahlungen und Abfindungen an ehemalige Manager der BKV verwickelt sein. Die ehemalige Personalchefin der BKV und ein weiterer Manager sitzen ebenfalls seit Anfang des Jahres in Untersuchungshaft. Eleonora Szilágyi soll allein unrechtmäßige Zahlungen über 86 Millionen Forint, ca. 320.000 EUR eingesteckt haben.

Informationen zum jüngsten Streik der BKV und Hintergründe zu den Skandalen
(am Textende)
 

 

 

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