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(c) Pester Lloyd / 06 - 2010 WIRTSCHAFT 09.02.2010
Kasachstan stoppt Lieferung von Erdöl an Ungarn und Slowakei
Kasachstan hat am Dienstag die Lieferung von Erdöl an die Slowakei und Ungarn über
die Pipeline "Freundschaft" bis auf weiteres gestoppt. Wie Reuters mitteilt, steckt dahinter ein Streit über die Durchleitungsmodalitäten sowohl mit der Ukraine als
auch mit dem russischen Lieferanten Lukoil. Kasachstan reklamiert Einnahmeausfälle, falls Lukoil, wie geplant im Februar 300.000 Tonnen Erdöl, die
eigentlich durch die Trasse geleitet werden sollten, an Kasachstan und der Ukraine vorbei über die Ostsee nach Gdansk verschifft und von dort an die Empfängerländer
Ungarn und Slowakei weiterleitet. Kasachstan verlangt vom Leitungsbetreiber Transneft die Umleitung dieser Kapazitäten oder eine Kompensation für den
Umsatzverlust durch entfallende Durchleitungsgebühren. Die Ukraine hatte ihrererseits Kasachstan durch Kündigung eines Durchliefervertrages abgestraft, weil
dieses wiederum die Verschiffung von Erdöl über den ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa storniert hatte.
Mit Engpässen für die Industrien beider Länder wird vorerst nicht gerechnet, es gibt
ausreichend Reserven und zudem genügend alternative Lieferrouten.
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