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(c) Pester Lloyd / 08 - 2010  WIRTSCHAFT 26.02.2010

 

Geldwäsche-Gesetz in Slowakei vorerst gescheitert

Ein Gesetz über den Nachweis der Quellen für Eigentum über 500.000 EUR ist vorerst gescheitert. Die dafür notwendige Verfassungsnovelle wurde im Verfassungsrechtlichen Ausschuss des Nationalrats abgelehnt. Die Vorlage geht direkt auf eine Initiative des Ministerpräsidenten Robert Fico zurück, der die Herkunft von Eigentum mit einem Wert von über 500.000 EUR ermitteln lassen will. Jeder, der nicht offenlegen kann, woher das Geld für den Erwerb von Häusern, Liegenschaften und anderen Werten bis 1990 stammt, muss dann mit einem Strafverfahren rechnen. Nach Ansicht des Premiers sei es Aufgabe der Staatsorgane, sicherzustellen, dass Eigentum nicht auf rechtswidrigem Weg erworben wurde. Was auf den ersten Blick nach einer Initiative gegen Geldwäsche und Steuerhinterziehung aussieht, hat aber auch einen wahltaktischen Hintergrund. Im September sind in der Slowakei Parlamentswahlen.
 

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