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(c) Pester Lloyd / 08 - 2010  NACHRICHTEN 26.02.2010

 

Neonazi-Demo in Budapest wurde abgesagt

Die für den 6. März angesetzte Neonazi-Demo am Budapester Heldenplatz wurde von seiten der Veranstalter abgesagt. Die zuerst durch die Behörden verbotene Demo zum "Tag der Ehre", dem selbstzerstörerischen Ausbruchsversuch von ungarischen und deutschen SS-Truppen und anderen Einheiten aus der Budaer Burg im Februar 1945, wurde später von einem Gericht genehmigt. Die Organisatoren retteten sich durch eine Parteigründung unter den besonderen Schutz des Versammlungsrechtes wärend des Wahlkampfes. Die jetzige Absage kommt überraschend, die Organisatoren beklagen sich, dass die Behörden gegen sie gearbeitet hätten und bezichtigten Ministerpräsident Gordon Bajnai persönlich, im Hintergrund die Fäden gezogen zu haben. Beobachter machen aber eine mangelnde Mobilisierung der Anhänger vor allem in Westeuropa für die Absage verantwortlich. Zu den Veranstaltern gehörten ursprünglich, neben den üblichenNeonazigruppen, auch Gruppen, die mit der verbotenen "Ungarischen Garde" der rechtsextremen Partei Jobbik, in Verbindung gebracht werden. Jobbik wird bei den Parlamentswahlen im April ein ERgebnis von um die 15% vorhergesagt.
 

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