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(c) Pester Lloyd / 09 - 2010 WIRTSCHAFT 04.03.2010
Geländegängige Streusandbüchse
Dacia greift mit seinem Low-Cost-Geländewagen Duster an
Der französisch-rumänische Autobauer Dacia (Teil der Renault-Gruppe) hat beim Autosalon in Genf seinen Billig-Geländewagen Duster vorgestellt. Im April
soll das erste Fahrzeug ausgeliefert, und zwar an den rumänischen Präsidenten Basescu. Der Einstiegspreis für das Modell in Rumänien soll bei nur rund 10.500
EUR liegen, Dacia, so der Marketingsprech, wollte all jenen einen Geländewagen (SUV) ermöglichen, die sich normalerweise einen solchen nie leisten könnten.
Das Auto wird in drei Versionen angeboten werden: Duster, Ambiance und Laureate, je nach
Ausführung zwischen 10.500 und 15.600 EUR brutto. Der Duster, der an ein englisches 80er Jahre Modell angelehnt sein soll und sich mit Staublappen oder Streusandbüchse übersetzen
lässt, ist 4,31 m lang und wiegt bescheidene 1.180 kg, die Allradversion 100 kg mehr., der Verbrauch der Dieselmaschine soll durchschnittlich nur bei 5,1 Liter pro 100km
liegen, je nach Motorisierung aber bis auf 7,5 Liter ansteigen. Dacia hat rund 290 Mio EUR in Entwicklung und Bau investiert, auch, um die Fahrzeuge nach Euro 4
und Euro 5 - Norm tauglich zu machen. Rund 50% der verwendeten Teile, inklusive Motor und Getriebe stammen aus anderen Dacia- oder Renaultmodellen, weshalb
Entwicklungskosten und Verkaufspreis so niedrig ausfallen könnten.
Der Duster von Dacia, einmal in einer behäbigen Variante, einmal eher bullig.
Das Unternehmen will das Auto
neben Europa auch in Nordafrika und dem Mittleren Osten intensiv vermarkten. Ein Teil der Produktion wird ab 2011 auch von einem Renault-Werk in Braslien übernommen, wo derzeit
bereits der Logan und der Sandero hergestellt werden. Ein weiterer Produktionsort der fahrenden Streusandbüchse wird bei Moskau liegen, wo Renault ein Joint venture mit Avtoframos unterhält.
Tausende Kunden, vor allem in Rumänien, hätten sich bereits auf Wartelisten für den Duster setzen lassen, der Marketingchef hält das Gefährt auch als Firmenwagen
geeignet. Die Nachfrage erfordere sogar Samstagsarbeit, ein Wort, das man seit der Krise nirgendwo mehr gehört hatte. Das Werk im rumänischen Mioveni, das die
Hauptproduktion übernimmt kann jährlich 350.000 Einheiten fertigen, mehr als ein Drittel sollen Duster sein.
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