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(c) Pester Lloyd / 09 - 2010 WIRTSCHAFT 04.03.2010
Umweltfreundlicher Sparanreiz
Die EBRD legt 90 Mio. EUR fürs Energiesparen in der Slowakei an
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, EBRD, hat eine Kreditlinie von 90 Mio EUR unter dem Programm SLOVSEFF zur Verfügung gestellt, damit in der
Slowakei nicht die mit Erneubaren Energien betriebenen Lichter ausgehen. Das Geld soll die "Fortsetzung der Einführung von Maßnahmen zur Steigerung der
Energieeffizienz und kleinere Projekte mit Erneuerbaren Energien" sicherstellen.
Ob das gelingt, ist angesichts der neuen
Energiedoktrin in der Slowakei (in Tschechien übrigens ähnlich) fraglich, denn die Slowakei verweigert bald die Genehmigung neuer Solar- und Windkraftanlagen mit der Begründung, dass die
unregelmäßige Energiezufuhr das Stromnetz destabilisiere. Vielleicht wäre eine Kreditlinie für die Modernisierung desselben durch die EBRD mindestens genauso nützlich. Die Atomenergie hingegen wird
man ausbauen.
Das Projekt SLOVSEFF läuft seit 2007 und wurde von der EBRD bereits mit 60 Mio EUR
ausgestattet, die an Hausverwaltungen und Energieunternehmen gingen, um u.a. die Energieeffizenz von Wohngebäuden zu erhöhen sowie dezentrale Energieversorgungen
(Biomassekraftwerke etc) zu ermöglichen. Die Gelder wurden, wie in solchen Fällen üblich, über verschiedene Geschäftsbanken vermittelt, darunter die Slovenska Sporitelna,
slowakische Tochter der Erste Bank, die VUB Banka (Intesa Sanpaolo), die Tatra Banka, die Raiffeisen International (auch Österreich) sowie die Dexia Banka.
Die Sub-Kreditnehmer, also die Unternehmen und Institutionen, die konkret die Projekte
umsetzen wollen, können mit einem 15%igen Erlass der Rückzahlung rechnen, wenn die Projekte zielgenau umgesetzt worden sind, außerdem bietet das Projekt kostenlose technische Hilfen bei der Umsetzung an.
Die EBRD hat europaweit bereits 280 Projekte mit Erneuerbaren Energien gefördert bzw.
mitfinanziert, ähnliche Projekte wie SLOVSEFF gibt es auch in Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Ungarn, Georgien, Kasachstan, Mazedonien, Montenegro, Moldawien,
Rumänien, Russland, Ukraine und Serbien. Man nennt 900 Mio EUR als Gesamtinvestition.
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