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(c) Pester Lloyd / 10 - 2010
POLITIK 09.03.2010
Gegendemo der Antifa ohne Gegner in Budapest
Am Sonntag fand auf dem Budapester Heldenplatz eine antifaschistische Demonstration
statt, die sich ursprünglich gegen einen Neonaziaufmarsch an gleicher Stelle und zu gleicher Zeit richten sollte. Die Neonazis mussten wegen mangelender Mobilisierung ihre
Veranstaltung absagen, die Gegendemo blieb. Laut Veranstaltern kamen "rund 5.000
Menschen", die Polizei sprach von um 1.000, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Neben Zivilorganisationen gegen Diskriminierung, Rassismus und Extremismus schlossen
sich auch Vertreter der Roma, der größten ethnischen Minderheit in Ungarn an. Unter den Teilnehmern und Rednern war auch der Regierungsvertreter, László Teleki,
Romabeauftrager beim Amt des Ministerpräsidenten sowie Helmut Scholz, Europaabgeordneter der Partei Die Linke. Die Redner gedachten den Opfer der Gewalt
gegen Roma, die in den letzten zwei Jahren sechs Menschenleben bei Mordanschlägen forderte und bedauerten, den fehlenden parteiübergreifenden Konsens bei der Bekämfung des Extremismus.
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