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(c) Pester Lloyd / 10 - 2010 WIRTSCHAFT 11.03.2010
Schlechte Zeiten für "Lifestyle"
Audi Hungaria legte seine Zahlen für 2009 vor
Der Motoren- und Fahrzeughersteller Audi Hungaria hat seine Zahlen für 2009 bekannt gegeben. Danach fielen die Umsätze eines der größten Arbeitgeber und
Exporteure des Landes im Krisenjahr um 31% auf 3,875 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn der ungarischen Audi-Tochter sank um 46% auf 290 Mio EUR. Die
Aussichten bleiben bescheiden optimistisch.
Auf einer Pressekonferenz in der Audi-Zentrale in Ingolstadt sagte der ungarische
Chefmanager Thomas Faustmann, dass man mit 1.384 Mio Aggregaten 2009 rund 27% weniger Motoren ausgeliefert hat als 2008. Am stärksten war der Einbruch bei den
Fahrzeugen. 32.600 Einheiten verließen das Band, 46% weniger als noch vor einem Jahr. In Györ werden vor allem Audi TT und Rodster sowie das A3 Cabrio hergestellt.
Schlechte Zeiten für Zweit- und Drittwagen
Audi Ungarn litt, als einer der größten Motorenlieferanten des VW-Konzerns, besonders
heftig unter dem Umfragerückgang durch die Krise. Faustmann machte auch die Sparstrategie der Konsumenten für den Rückgang veranwortlich. Diese seien häufig auf
in der Anschaffung billigere Benzinmotoren umgestiegen, auch wenn die im Betrieb dann teurer kämen. Hinzu kam auch, dass einige Modelle, für die in Györ Motoren
hergestellt werden, "am Ende ihres Lebenszyklus`" seien, darunter der VW Touareg und der A8. Der starke Rückgang in der Fahrzeugfertigung wird mit dem Charakter dieser
Autos als "Lifestyle"-Produkt erklärt, schließlich seien sie meistens Zweit- oder Drittwagen, auf die Familien in einer Krise am ehesten verzichten.
Lohnverzicht gegen Profitbeteiligung
Der Anstieg 2010 wird eher bescheiden ausfallen, immerhin erwartet das Management
ein Plus in der Motorenproduktion von 80.000 Einheiten, bei den Fahrzeugen von 3.500. Die Anzahl der Mitarbeiter wurde erstmals in der langen Geschichte von Audi Hungária
n Györ reduziert, von 5.879 auf 5.624. Die recht kleine Zahl von Stellenstreichungen konnte durch Zeitartbeitsmodelle und interne Umverteilungen erreicht werden, z.T.
auch durch teilweisen Lohnverzicht im Tausch für ein Profitbeteiligungsmodell, das auch in diesem Jahr fortgeführt werden soll.
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