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(c) Pester Lloyd / 10 - 2010
NACHRICHTEN 08.03.2010
E.ON droht mit 20% Gaspreiserhöhung in Ungarn
Die Platzhirsche im ungarischen Gasgeschäft haben am Freitag einmal ihre
Folterwerkzeuge herumgezeigt. Die große Oppositionspartei Fidesz hatte die Regierung bezichtigt, an Gaspreiserhöhungen von 10-15% im Wahlmonat April zu basteln. Diese
dementierte umgehend, und sagte, dass die Regierung im (angeblich) liberalisierten Markt gar nichts mit den Gaspreisen zu tun hat, sondern die Preisvorschläge von den
Unternehmen eingereicht würden und so dann von der (staatlichen) Energieagentur geprüft und genehmigt oder auch nicht genehmigt würden. Nun meldete sich ein Sprecher
der E.ON Hungaria zu Wort, dem größten Anbieter für Einzelkunden. Wenn man zum 1. April eine Gaspreiserhöhung von zumindest 16-17 Prozent verweigere, dann müsse man
zum 1. Juli die Preise um wenigstens 20% erhöhen. Die Notwendigkeit zur Erhöhung wird - wie üblich - mit den Weltmarktpreisen für Rohöl gerechtfertigt, obwohl kein Mensch im
21. Jahrhundert je die Gaspreiskopplung an den Ölpreis schlüssig begründen konnte. Bei der Liefersituation in Ungarn haben die Bürger kaum eine Alternative.
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