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(c) Pester Lloyd / 10 - 2010  KULTUR 11.03.2010

 

Tanz um die zweite Haut

"Das Kollektiv der Naturkatastophen" präsentiert in Budapest eine Alternative zur herkömmlichen Modenschau

Am Dienstag, 16. März inszeniert "The Collective of natural Disasters" (Természetes Vészek Kollektiva) unter dem Titel Skin-membrane, eine Modenschau mit Musik, in der schaurig schön geschminkte Tänzer und Modelle die Bedeutung der zweiten Haut thematisieren.

Kleidung sei nichts weiter als die Veräußerung der Haut in ihrer externsten Form. Kleidung sei damit Teil des Körpers und notwendig und natürlich. Kleidung ist die Maske des Körpers – ein Zitat von Edit Szücs, welche die Kostüme der Tanzaufführung entworfen und teilweise selbst genäht hat. Edit Szücs arbeitet als freie Kostümbildnerin mit verschiedenen Größen der ungarischen Theaterszene. Das Projekt „Skin – membrane“ ist eine Kooperation der Designerin mit der Kunstgruppe „The Collective of natural Disasters“.

Das Künstlerkollektiv der Naturkatastrophen ist mit insg. über 100 Produktionen bereits in verschiedenen europäischen Ländern aufgetreten, unter anderem in Leipzig auf dem Festival für zeitgenössisches europäisches Theater. Gegründet wurde die progressiv – experimentelle Gruppe 1984 von György Árvai in Budapest. Der studierte Kostüm- und Bühnenbildner versuchte und versucht die Verbindung zwischen traditionellem Ballett, moderner Musik, Elementen der visuellen Medien in der Form zeitgenössischer Performance Kultur.

Die Zusammenarbeit der Theatergruppe mit der Kostümbildnerin verspricht ein Bühnenspektakel mit Augenschmaus. Bewegungen, die an das klassische Ballett erinnern, werden mitten im Bewegungsablauf abgeblockt, während verschmierte schwarzen Augen zu elektronischer Musik aufgerissen wie der rote Mund ins Publikum schauen. Die Kostüme sind weder alltagstauglich noch immer wirklich schön, ein Spektakel wird es allemal.

Katherin Wagenknecht

Trafó – Haus der Zeitgenössischen Künste
Liliom utca 41, 1094 Budapest
16. März, 20 Uhr, 1800 HUF/ ermässigt 1400 HUF
weiterführende Informationen:
http://www.trafo.hu
 

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