|
(c) Pester Lloyd / 11 - 2010 KULTUR 19.03.2010
Groove, Swing und Bepop
Im Budapest Jazz Club feiert sich die ungarische Szene
Der „Budapest Jazz Club“ versammelt vom 25. bis 27. März die lokalen Größen des Jazz zum Ungarischen Jazzfestival 2010. Ausschließlich ungarische Künstler
und Interpreten treten innerhalb der drei Tage vors Publikum. Darunter der Shooting-Star der Szene der letzten zwei Jahre, Veronika Harcsa (Foto), deren
ruhige Melodien, eine sanfte Stimme mit eher konventionellen Rhythmen verbindet.
Das Grenscó Kollektiv setzt auf vermehrten Kontrabasseinsatz mit umspielender
Trompetenfunktion. Das Szakcsi Junior Trio versucht die sicher nicht zu leugnenden Balkaneinflüsse unbedingt mitklingen zu lassen und Peter Sarik begeistert auf dem Klavier mit schnellen Fingern und
flotten Tönen.
Insgesamt bewegt sich die ungarische Interpretation
des Jazzmusikgefühls innerhalb des konventionell gewohnten Rahmen. Es wird weder besonders schrill, schnell, unharmonisch und dissonant noch progressiv und sich am Rande der Musikdefinition bewegend.
Überraschung versprechen die am Ende des Tagesprogramms angeordneten Improvisationen und das freie Zusammenspiel der Musiker. Auch wenn Improvisation Herz und Seele dieser Musik sein sollen,
sie charmant machen und einzigartig, weil eben nicht durchkomponiert, ist die Auswahl der Musiker und deren Interpretation von Jazz eher rhythmisch zum Fuß mitbewegen und herkömmlich.
Hungarian Jazz Festival 2010
Budapest Jazz Club Múezum utca 7, 1088 Bp. Ein-Tages-Tickets für 500 Huf Drei-Tages-Tickets für 1000 Huf Weiterführende Informationen über Programm und Tickets: http://www.bjc.hu/
DISKUTIEREN SIE ZU DIESEM THEMA IM GÄSTEBUCH
|