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(c) Pester Lloyd / 11 - 2010  KULTUR 15.03.2010

 

Palast der Künste in Budapest feierte 5. Geburtstag

Der Palast der Künste in Budapest konnte am Wochenende sein fünfjähriges Bestehen feiern. Das zuerst argwöhnisch beäugte Zentrum der Hochkultur, das bei den Budapester einfach nur MÜPA (Müveszeti Palota) heißt, kann auf eine sehr erfolgreiche Entwicklung blicken und begrüßte bereits 3,5 Millionen Gäste in seinen Sälen.

Neben vielen Konzerten klassischer wie populärer Musik, machte sich das Haus auch im Bereich Tanztheater, vor allem aber mit exzellent dargebotenen und besetzten, konzertanten Opernaufführungen einen Namen. Jede zehnte Vorstellung war ein ausländisches Gastspiel. Das im Haus integrierte Ludwig Museum der modernen Kunst zog ebenfalls ein zahlreiches Publikum an.

Kritiker fürchteten zuerst, dass sich die sündhaft teure Investition an der Peripherie des Zentrums nicht lohnen würde, doch das Prestigeprojekt, das noch auf Planungen der ersten Fidesz-Regierung von 1998-2002 beruht und von den Sozialisten weiterbetrieben wurde, entwickelte sich zu einem Zuschauermagnet. Das benachbarte Nationaltheater, ebenfalls ein etwa gleich alter Neubau, ist hingegen nicht so erfolgreich. Das Kunstensemble am Donauufer des IX. Bezirkes hat inzwischen die ganze Umgebung aufgewertet. Neu entstandene Wohnparks in unmittelbarer Nähe gehören zu den gefragtesten und teuersten Wohngegenden der Stadt.

Zum fünften Geburtstag spielte die Ungarische Nationalphilharmonie, das hauseigene Orchester, ein Galakonzert mit Werken von Brahms, Bartók und Kodály unter der Leitung ihres Chefdirigenten Zoltán Kocsis. Der auch als Pianist über die Landesgrenzen hinaus bekannte Kapellmeister gab zudem das Es-Dur-Klavierkonzert von Franz Liszt zum Besten. Weiterhin wurde am Wochenende eine Fotoausstellung mit 3.400 Einzelwerken eröffnet.

Programme, Infos & Tickets: www.mupa.hu
 

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