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(c) Pester Lloyd / 11 - 2010  NACHRICHTEN 19.03.2010

 

Neueste Wahlumfrage für Ungarn: Fidesz und Jobbik legen zu, MSZP stagniert

PESTER LLOYD DOSSIER
Wahlen Ungarn 2010
mit Leserumfragen

Nach den aktuellen Umfragen im Vorfeld zu den Parlamentswahlen am 11. und. 25. April in Ungarn, konnten bis Mitte März das nationalkonservative Fidesz und die rechtsextreme Jobbik ihren Vorsprung in der Wählerunterstützung ausbauen, der Zuspruch für die Regierungspartei MSZP blieb dagegen unverändert niedrig.

Unter den zur Wahl entschlossenen Befragten sprachen sich beim Institut Nezopont demnach 53 Prozent für den Fidesz aus (zuvor 49), bei Jobbik macht die Zustimmung 12% aus und erreicht damit fast den Wert der Sozialisten. Sowohl Jobbik als auch die Sozialisten können noch auf jeweils weitere 4%-Punkte rechnen, von Menschen, die zwar wählen wollen, sich aber noch nicht endgültig auf eine Partei festgelegt haben. Es ist also möglich, dass Jobbik auch die MSZP überflügelt und zweitstärkste Kraft im neuen Parlament wird.

Die Gruppe der noch Unentschlossenen eingerechnet haben sich auf für das moderat-konservative MDF sowie die neue grüne Partei LMP die Chancen erhöht, die 5%-Hürde zu überspringen. Immerhin 19% der Befragten wollten sich noch nicht auf eine Partei festlegen.

Nimmt man einen Schnitt der aktuell vorliegenden Umfragen, eingedenk der Fehlerquote, so wäre die Wahlprojektion derzeit folgende: Fidesz: 58-62%, MSZP 17-22%, Jobbik 12-20%, MDF 2-5, SZDSZ 1-2, LMP 2-5%. Je nach Anzahl der Parteien im Parlament ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Mandate für Fidesz möglich.
 

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