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(c) Pester Lloyd / 14 - 2010
NACHRICHTEN 10.04.2010
Schock und Trauer
Ungarn kondoliert zum Tod des polnischen Präsidenten Lech Kaczyński
Auch in Ungarn zeigten sich Staatsführung und Parteipolitiker geschockt von dem Absturz der polnischen Präsidentenmaschine in Smolensk und dem Tod des
Staatsoberhauptes, seiner Frau und 95 weiterer Menschen. Kaczyński sei ein wahrer Freund Ungarns gewesen, hieß es übereinstimmend. Für Sonntag 12 Uhr wird um eine landesweite Schweigeminute gebeten.
Der ungarische Präsident László Sólyom machte unmittelbar nach
Bekanntwerden der Tragödie seine Aufwartung in der Botschaft Polens in Budapest und betonte die Verdienste von Lech Kaczyński zum einen "als starker Vertreter polnischer Interessen
in Europa" und zum anderen wegen "seines einzigartigen Einsatzes für die polnisch-ungarische Freundschaft, die wir jedes Jahr zusammen feierten", sagte
Sólyom. "Ich war wirklich geschockt.. und drücke meine Anteilnahme auch im Namen des ungarischen Volkes aus." Seine "Lebensleistung" wird stets im Gedächtnis der Ungarn bleiben.
Die Präsidenten von Polen und Ungarn bei einem Treffen in Gdynia im September 2009 und mit
seiner Frau Maria, Fotos: Ung. Präsidialamt, Kanzlei d. poln. Staatspräsidenten
Regierungschef Gordon Bajnai, sandte ein
Kondolenztelegramm an seinen Amtskollegen Donald Tusk, in dem es unter anderem hieß: "Alle Mitglieder der ungarischen Regierung und das Volk von Ungarn haben die Nachricht von dieser
Tragödie mit großer Trauer aufgenommen. Der Verlust ist - angesichts der wachsenden Freundschaft beider Länder - auch unser Verlust." Bajnai rief seine Landsleute zu einer landesweiten
Schweigeminute in Gedenken an die Opfer am Sonntag zur Mittagsstunde auf.
Die Parteichefin der Regierungspartei MSZP, Ildikó Lendvai sprach davon, dass "diese
Tragödie ene Tragödie für ganz Osteuropa" sei, Fidesz-Chef Viktor Orbán sagte, dass seine Partei und Ungarn am Sonntagmorgen "einige wirkliche Freunde verloren" haben.
Er nannte den verunglückten Präsidenten Lech Kaczyński seinen "engen Freund" und einen "unersetzlichen Mitkämpfer". Auch die Chefs der anderen Parteien brachten ihre
Trauer in Telegrammen oder durch Besuche in der Botschaft zum Ausdruck.
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