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(c) Pester Lloyd / 15 - 2010  NACHRICHTEN 16.04.2010

 

UPDATE 19.4. - Seit Montag 12 Uhr ist der ungarische Luftraum in weiten Teilen wieder für den Flugverkehr freigegeben worden, allerdings ist von einer planmäßigen Abwicklung des Flugbetriebes keine Rede, weil die meisten Destinationen in West-, Nord und Mitteleuropa nach wie vor nicht erreichbar sind. Die ungarische Airline hat bisher rund 150 Flüge für ca. 25.000 Passagiere streichen müssen.

Über allen Gipfeln ist Ruh´... UPDATE 18.4.

Der Luftraum über Ungarn und ganz Mittelosteuropa ist gesperrt

Bereits ab Freitag 19.00 Uhr wurde der Flughafen Ferihegy geschlossen und der gesamte Luftverkehr über Ungarn eingestellt, vorerst für 24 Stunden, danach gab es eine Verlängerung bis Sonntag Mittag. Am Sonntag dann wurde die Verlängerung der Luftraumsperre bis “mindestens Montag, 19.4., 12.00 Uhr” bekanntgegeben. Dann wird die Lage neu bewertet.

Eine völlige Freigabe des Luftraumes wird es aber erst geben, wenn die Aschewolke Ungarn vollständig verlassen hat, sagte HungaroControl, die für die Flugsicherheit im Lande zuständige Behörde. Auch Prag, Bratislava und Wien geschlossen.

Der Flughafen von Bratislava ist bereits seit 15 Uhr am Freitag geschlossen, in Prag geht seit 13.30 Uhr nichts mehr, Wien schloss 18.45 Uhr den Airport Schwechat, nach und nach folgen dort auch die Airports im Süden des Landes. Tickets können kostenlos umgetauscht werden oder werden unbrüokratisch zurückerstattet. Die Deutsche Bahn, ÖBB und MÁV setzen Sonderzüge zwischen den Metropolen und auf den internationalen Strecken ein, auf denen auch Flugtickets ihre Gültigkeit behalten sollen.

Der Chefmeterologe des Airport Budapest schätzt, dass die Aschwolken aus dem isländischen Vulkan zwischen 22 Uhr und Mitternacht die nördlichen Landesteile Ungarns erreichen und sich bis Samstagmorgen über große Teile des Landes ausbreiten. Noch am Freitagmorgen behaupteten mehrere Meterologen, dass die Aschweolke  Ungarn nicht erreichen wird. Sie stützten sich dabei auf Vorhersagen des Londoner Wetterzentrums. Wie es langfristig weitergeht, ist völlig unklar, denn der Ausbruch des Eyjafjallajökull könnte nach Expertenmeinung Monate andauern.

Für die Bevölkerung bestehe indes keine unmittelbare Gefahr durch die Asche, da die Wolke in relativ großer Höhe durchzieht. Für Flugzeuge ist sie aber gefährlich, da der Sauerstoffgehalt in der Aschwewolke so stark absinken kann, dass die Turbinen nicht mehr genug für den Verbrennungsvorgang erhalten und schlimmstenfalls ausgehen. Bereits am Freitag fielen rund 50 Flüge von und nach Budapest aus, fast alle Destinationen Richtung Nord- und Westeuropa waren nicht anfliegbar.
 

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