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(c) Pester Lloyd / 16 - 2010 WIRTSCHAFT 21.04.2010
20% ungarisches Ackerland in ausländischen Händen
Wie gemeldet, hat bereits die bisherige ungarische Regierung bei der EU eine
Verlängerung des Moratoriums über den Landkauf für Ausländer beantragt. Das nationalkonservative Fidesz hat zudem angekündigt, dass es mit ihm auch keine
Aufhebung des Verkaufsverbots für landwirtschaftliche Nutzflächen geben wird, "egal was Brüssel entscheidet", wie der künftige Ministerpräsident, Viktor Orbán, sich ausdrückte.
Um die Argumente des "Raubbaus" an ungarischer Erde zu unterstützen, veröffentlichte
die Hauspostille des Fidesz, die Tageszeitung "Magyar Nemzet" heute die Zahl von mindestens 20% an Land, dass sich bereits in ausländischer Hand befinden soll. Nach
Befragungen von Bauern, Landwirtschaftsexperten und Rechtsanwälten, haben Ausländer bereits vor Jahren große Flächen Land, vor allem im Grenzgebiet zu
Österreich aber auch im Süden, gekauft, damals über in Ungarn registrierte Unternehmen. Als das nicht mehr so einfach möglich war, setzten viele ausländische
Farmer Strohmänner ein oder schlossen mit den Grundeigentümer langfristige Pachtverträge ab, die sie zu "Quasi-Eigentümer" machen, so "Magyar Nemzet". Andere
ließen sich Land "schenken", was ihnen zumindest Vorkaufsrechte einräumt. Ein Hektar Ackerfläche kostet in Ungarn derzeit rund 2.500 EUR, während die Durchschnittspreise
in Deutschland bei um die 12.000, in Holland sogar um 24.000 EUR liegen.
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