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(c) Pester Lloyd / 16 - 2010  NACHRICHTEN 19.04.2010

 

Steuer: EVA und EKHO bleiben erhalten

Die zukünftige ungarische Regierungspartei Fidesz widersprach Mediendarstellungen, dass man die vereinfachten Steuermodelle EVA und EKHO abschaffen wolle. Parteisprecher Péter Szijjartó unterstellte seiner sozialistischen Kollegin Bernadett Budai bösartige Absichten im Stile der Gyurcsány-Regierung, wenn sie behaupte, seine Partei plane im geheimen die Abschaffung dieser Steuerformen.

Das Steuersystem EVA ist vor allem für kleine Unternehmen geschaffen worden. Bis zu einer bestimmten Umsatzgrenze können so z.B. Personengesellschaften wie KG´s (Bt.) eine Pauschalsteuer von 30% abführen, die dann auch gleich die persönliche Einkommenssteuer des Eigners mit abdeckt. Allerdings werden damit die Absetzfähigkeiten von Betriebskosten eingeschränkt und auch die Erstattung der Mehrwertsteuer entfällt. Gerade für viele der für Ungarn typischen Ein-Mann(Frau)-Firmen eine einfache und günstige Variante der steuerlichen Veranlagung. EKHO ist vor allem für Berufe im künstlerischen und kreativen Bereich gedacht. Selbständige mit einem Einkommen von unter 25 Mio Forint pro Jahr können Sozialabgaben auf der Grundlage des Mindestlohnes abführen, dann allerdings keine Arbeitslosenhilfe oder Krankengeld beanspruchen, diese müssen sie privat absichern.
 

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